Wie reinigt man eine Schieferfassade richtig?
Eine Schieferfassade reinigt man von oben nach unten mit Wasser, einer weichen Bürste und einem pH-neutralen Reiniger, ohne Hochdruck und ohne säurehaltige Mittel. Fassadenklar reinigt Schieferfassaden im Softwash-Verfahren mit Niederdruck und zeigt Ihnen das Ergebnis vorab an einer kostenlosen Probefläche.
Fassadenklar sitzt in Stuttgart und reinigt Fassaden in ganz Deutschland, Einsätze in Österreich sind möglich. Beim Softwash im Niederdruck löst ein auf den Untergrund abgestimmtes Reinigungsmittel Algen, Moos und Flechten, danach wird mit wenig Druck abgespült. Für Schiefer zählt das doppelt: Er verträgt keine Säure, und Druckwasser kann zwischen die überlappenden Platten bis in die Unterkonstruktion gelangen.
Was ist Schiefer?
Schiefer ist ein Umwandlungsgestein, das aus feinstkörnigen Ton-Schlamm-Ablagerungen am Meeresboden entstanden ist. Hoher Druck und Gebirgsfaltung haben seine Glimmerlagen ausgerichtet, und auf ihnen beruht die typische Spaltbarkeit in dünne Platten. So beschreibt es Baunetz Wissen (ein von Rathscheck Schiefer gesponsertes Fachportal, abgerufen am 02.10.2026). Gewonnen wird Tonschiefer unter anderem im Rheinischen Schiefergebirge, im Sauerland und in Thüringen.
Als Fassadenbekleidung ist Schiefer langlebig. Der Hersteller schreibt: „Eine Schieferfassade kann 100 Jahre und deutlich länger überstehen, ohne dass es zu substantiellen Schäden kommt.“ (Rathscheck, Fassadenreinigung bei Schiefer, abgerufen am 02.10.2026). Bei der Reinigung drohen ihr zwei vermeidbare Risiken: Säure und Wasser, das mit Druck hinter die Platten gelangt.
Wie ist eine Schieferfassade aufgebaut?
Eine Schieferfassade ist oft als vorgehängte, hinterlüftete Fassade gebaut: Auf der Wand sitzen eine Unterkonstruktion und häufig eine Dämmung, davor liegt ein belüfteter Zwischenraum, außen hängen die Schieferplatten. Bei der schuppenartigen Deckung überlagern sich die Platten an zwei Seiten, damit Regen außen nach unten abläuft. Wer von unten oder mit hartem Strahl gegen die Plattenkanten spritzt, arbeitet gegen dieses Prinzip und treibt Wasser hinter die Deckung. Gefährdet sind laut Rathscheck besonders vorgehängte hinterlüftete Verkleidungen, hinter denen eine Dämmung sitzt.
Was sich auf Schieferfassaden ansiedelt
Vor allem auf der Wetterseite, bei dauerhafter Beschattung und in Gewässernähe wachsen mit der Zeit Algen, Moose und Flechten. Der Ablauf ist typisch: Zuerst siedeln sich Algen an, sie bereiten den Nährboden für Pilze, und auf dem entstehenden Biofilm folgen Flechten und Moose. Rathscheck ordnet das so ein: „Dabei handelt es sich in der Regel um ein oberflächliches Phänomen, das auf die Haltbarkeit des Schiefers keinen Einfluss hat“ (Rathscheck, abgerufen am 02.10.2026).
Flechten verdienen trotzdem einen zweiten Blick. Sie gelten als erste Besiedler von blankem Gestein und scheiden Säuren aus, die dessen Oberfläche nach dem Lexikon der Geographie (Spektrum, abgerufen am 02.10.2026) wahrscheinlich aufrauen. Für Fassadenschiefer sieht der Hersteller im Bewuchs kein Haltbarkeitsproblem. Wer Flechten nicht als Patina haben möchte, entfernt sie, solange der Bewuchs dünn ist; mehr dazu unter Flechten an der Fassade entfernen.
Rostbraune Flecken haben zwei typische Ursachen: korrodierende Metallteile wie Haken, Nägel oder Bleche, oder Eisensulfid im Stein selbst. Laut Baunetz Wissen zur Farbbeständigkeit (abgerufen am 02.10.2026) können Schiefer mit überhöhtem Anteil an Eisensulfid nach einiger Zeit rosten, und ein zu hoher Kalkanteil lässt manche Schiefer ausbleichen.
| Verschmutzung | Typische Ursache | Was hilft |
|---|---|---|
| Grünbelag, Algen | Wetterseite, Schatten, Gewässernähe | Softwash im Niederdruck; kleine Stellen mit Wasser und weicher Bürste |
| Moos an den Plattenkanten | Feuchte an den Überdeckungen, Schatten | trocken vorbürsten, dann Softwash |
| Flechten | Wetterseite, älterer Bewuchs | abgestimmtes Reinigungsmittel und Softwash, Reste weich ausbürsten |
| Rostflecken | Metallteile oder Eisensulfid im Stein | keine Säure; Ursache vom Dachdecker prüfen lassen |
| Vogelkot | Simse, Vorsprünge, Fensterbänke | einweichen, weich abbürsten, gründlich nachspülen |
Ist Moos das Hauptproblem, hilft unser Beitrag Moos an der Fassade entfernen.
Was Sie bei Schieferfassaden vermeiden sollten
- Hochdruckreiniger: Der Strahl drückt Wasser zwischen die Platten. Rathscheck warnt: „Insbesondere, wenn die Fassadenreinigung mit einem Hochdruckreiniger durchgeführt werden soll, muss mit eindringendem Wasser und Reinigungsmittel gerechnet werden.“ (Rathscheck, abgerufen am 02.10.2026)
- Säuren, Laugen und Hausmittel: „Schiefer gilt als nicht säurebeständig“, hält Baunetz Wissen fest (abgerufen am 02.10.2026), und empfiehlt nur neutrale Reiniger, keine auslaugenden oder säurehaltigen. Bei kalkhaltigem Schiefer lösen Säuren Kalkanteile heraus, was nach Rathscheck dauerhafte Verfärbungen hinterlassen kann. Essig, Zitronensäure, Soda und Rostlöser auf Säurebasis gehören deshalb nicht auf Schiefer.
- Harte Bürsten: Metallbürsten zerkratzen die Oberfläche, und Kratzer großflächig zu entfernen ist aufwendig. Rathscheck nennt als geeignet Bürsten mit Naturborsten und weiche Kunststoffbürsten.
- Spülen gegen die Deckung: Nie von unten nach oben spritzen, nie direkt in die Überlappungen.
- Leiter an den Platten: Lehnen Sie keine Leiter an die Schieferbekleidung. Was vom Boden aus nicht erreichbar ist, gehört zum Fachbetrieb.
Schieferfassade selbst reinigen: Schritt für Schritt
Leichte Verschmutzungen im Erdgeschoss können Sie selbst entfernen. Der Hersteller rät allerdings: Vorher sollte „unbedingt von einem erfahrenen Dachdecker beurteilt werden, ob durch die Reinigungsarbeiten Wasser eindringen und zu Gebäudeschäden führen kann“ (Rathscheck, abgerufen am 02.10.2026). So gehen Sie danach vor:
- Zustand prüfen: Gerissene, lose oder fehlende Platten und gelockerte Befestigungen lässt der Dachdecker zuerst richten.
- Probestelle: Bürste und Reiniger an einer unauffälligen Stelle testen.
- Trocken vorbürsten: Groben Bewuchs mit Naturborsten oder einer weichen Kunststoffbürste lösen, immer von oben nach unten.
- Vornässen: Rathscheck begründet das so: „Saugende Untergründe sollten vor der Fassadenreinigung vorgenässt werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass unverhältnismäßig viel Reinigungsmittel in das Gestein eindringt und es beim Trocknen zu Ausblühungen kommt.“
- Reinigen: Einen pH-neutralen, für Naturstein geeigneten Reiniger nach Gebrauchsanweisung auftragen, mit der dort genannten Schutzausrüstung, und weich nachbürsten.
- Abspülen: Mit dem Gartenschlauch ohne Druckaufsatz schräg von oben nach unten spülen, bis keine Reinigerreste mehr auf dem Stein sind. Fenster vorher schließen und einen trockenen Tag wählen, damit die Fläche abtrocknen kann.
Backpulver, Soda oder Essig aus älteren Anleitungen lassen Sie weg. Ist der Bewuchs flächig oder sitzt er über dem Erdgeschoss, ist der Fachbetrieb die bessere Wahl.
So reinigt Fassadenklar eine Schieferfassade
- Befund: Wir prüfen Platten und Befestigung, bestimmen den Bewuchs und klären, ob es sich um Naturschiefer handelt. Lose Platten richtet vorab ein Dachdecker.
- Probefläche: Auf einer kostenlosen Probefläche sehen Sie das Ergebnis an Ihrer eigenen Fassade.
- Vorbehandlung: Ein auf den Untergrund abgestimmtes Reinigungsmittel wird ohne Druck aufgetragen und wirkt ein.
- Abspülen im Niederdruck: Mit Teleskoplanze und Breitstrahldüse spülen wir von oben nach unten in Richtung der Deckung; Reste lösen wir mit weichen Bürsten.
- Desinfektion und Imprägnierung: Zum Abschluss wird die Fläche desinfiziert und, wo der Schiefer es zulässt, imprägniert. Beides ist im Festpreis enthalten.
Schiefer nach der Reinigung imprägnieren: wann ist das sinnvoll?
Eine Imprägnierung dringt in den Stein ein und lässt Wasser abperlen, ohne eine Schicht zu bilden. Eine Natursteinversiegelung legt dagegen eine Schutzschicht auf die Oberfläche und hinterlässt oft sichtbaren Glanz. So unterscheidet Rathscheck die beiden Verfahren (abgerufen am 02.10.2026).
Ob Ihr Schiefer eine Imprägnierung braucht, hängt vom Format ab. Für kleinformatige Platten, wie sie häufig auch an Fassaden hängen, ist laut Rathscheck keine Imprägnierung notwendig; dort bildet sich mit der Zeit eine natürliche Patina. Bei großformatigen Fassadenplatten ist sie möglich, aber nicht jede Schieferart nimmt sie ohne Weiteres auf. Imprägniert wird nur der gereinigte und trockene Stein, nach Rathscheck etwa einen Tag nach der Reinigung, sonst wird vorhandener Schmutz eingeschlossen.
Imprägnierung und Desinfektion sind bei Fassadenklar im Festpreis enthalten; ob sie bei Ihrem Schiefer sinnvoll ist, hängt laut Rathscheck von Plattenformat und Schieferart ab. Schieferöle nennt Baunetz Wissen für Boden- und Objektoberflächen im Innenraum, für Dach- und Fassadenschiefer ist keine Pflege nötig. Mehr dazu: Fassade nach der Reinigung imprägnieren.
Vorher klären: Naturschiefer oder Faserzement?
Nicht jede graue Plattenfassade ist Naturschiefer. Fassadenplatten aus Faserzement, oft Kunstschiefer genannt, können an älteren Häusern Asbestzement sein. Das Umweltbundesamt nennt Fassadenplatten ausdrücklich unter den Asbestzementprodukten und schreibt: „Seit 31. Oktober 1993 sind in Deutschland die Herstellung, das Inverkehrbringen und die Verwendung von Asbest und asbesthaltigen Produkten verboten.“ (abgerufen am 02.10.2026)
Für solche Platten gilt die Gefahrstoffverordnung. Sie verbietet Tätigkeiten an asbesthaltigen Materialien und lässt nur bestimmte Ausnahmen zu; für „Reinigungs- und Beschichtungsarbeiten an nicht vollflächig beschichteten Asbestzementdächern und Außenwandverkleidungen aus Asbestzement“ gelten diese Ausnahmen nicht (§ 11 Abs. 3 GefStoffV, abgerufen am 02.10.2026); nach Abs. 7 gilt das auch für private Haushalte. Lassen Sie bei Faserzementplatten, die vor 1993 montiert wurden, zuerst klären, ob Asbest enthalten ist. Diese Seite behandelt Naturschiefer.
Wann sollte eine Schieferfassade gereinigt werden?
Einen Pflichttermin gibt es nicht. „Dach- und Fassadenschiefer müssen nicht gepflegt werden“, schreibt Baunetz Wissen (abgerufen am 02.10.2026). Ob Sie Bewuchs als Patina stehen lassen oder entfernen, ist Geschmackssache. Wenn Sie reinigen, dann bei den ersten Anzeichen: Ein dünner Belag löst sich leichter als ein über Jahre gewachsenes Moos- und Flechtenpolster, das die Plattenkanten lange feucht hält.
Zeigen Platten Risse, Abplatzungen oder lose Befestigungen, behebt der Dachdecker diese Schäden vor der Reinigung.
Was kostet die Reinigung einer Schieferfassade?
Bei Fassadenklar kostet die Reinigung einer Schieferfassade 9,52–17,85 €/m² inkl. MwSt. (8–15 € netto), mindestens 1.904 € inkl. MwSt. (1.600 € netto); ein Haus mit ca. 150 m² ab 2.400 € inkl. MwSt. Der Festpreis richtet sich nach Objekt und Fassadenfläche.
| Objekt (Stand 02.10.2026) | Festpreis (Stand 02.10.2026) |
|---|---|
| Kleines Haus bis ca. 100 m² Fassadenfläche (Mindestauftrag) | ab 1.904 € inkl. MwSt. (1.600 € netto) |
| Einfamilienhaus mit ca. 120 m² | ab 2.261 € inkl. MwSt. (1.900 € netto) |
| Einfamilienhaus mit ca. 140 m² | ab 2.400 € inkl. MwSt. (2.017 € netto) |
| Einfamilienhaus mit ca. 150 m² | ab 2.400 € inkl. MwSt. |
| Häuser ca. 150–500 m² | 9,52–17,85 €/m² inkl. MwSt. (8–15 € netto), mindestens 2.400 € inkl. MwSt. |
| Mehrfamilienhaus bis ca. 500 m² | um 2.618 € inkl. MwSt. (2.200 € netto) |
| Objekte ab 500 m² | höchstens 11,90 €/m² inkl. MwSt. (10 € netto) |
Desinfektion und Imprägnierung kosten keinen Aufpreis. Was eine neue Schieferbekleidung kostet, lesen Sie unter Schieferfassade: Aufbau, Arten und Kosten, alle Reinigungspreise im Fassadenreinigung Kosten-Überblick.
Fazit
Schiefer ist eine sehr langlebige Fassadenbekleidung und braucht kaum Pflege. Wer reinigt, hält sich an drei Regeln: neutral statt sauer, weich statt hart, von oben nach unten statt gegen die Deckung. Bei großen Flächen, Flechtenpolstern oder Bewuchs über dem Erdgeschoss reinigt Fassadenklar im Softwash-Verfahren, nach einer kostenlosen Probefläche:


