Wie entstehen Grünalgen an Fassaden?
Die Hauptursachen sind anhaltende Feuchtigkeit und erhöhte Luftfeuchtigkeit. Schattige Standorte fördern das Algenwachstum, da Fassaden im Schatten langsamer trocknen. Nordwände sind besonders anfällig aufgrund minimaler Sonneneinstrahlung. Wohnhäuser nahe Wäldern oder Parks haben ein erhöhtes Risiko.
Algen beziehen Nährstoffe aus der Luft und haften hartnäckig an Oberflächen. Temperaturen zwischen 0 °C und 40 °C unterstützen das Wachstum. Mehr über die Ursachen von Algenbildung erfahren Sie in unserem Ratgeber.
Warum sollten Sie Grünalgen von Wänden entfernen?
Längere Vernachlässigung ermöglicht der Verunreinigung, den Putz schwer zu beschädigen. Der Belag verursacht Haarrisse, durch die Feuchtigkeit eindringt und die strukturelle Integrität gefährdet. Algen fördern die Entwicklung von Schimmel und Pilzen, was Gesundheitsgefahren schafft. Schnelle Intervention verhindert teure Renovierungen und schützt den Immobilienwert.
Grünalgen ohne schädliche Chemikalien entfernen
Chemische Reiniger sind nicht immer optimal. Umweltfreundliche Methoden mit Hausmitteln funktionieren effektiv. Eine robuste Bürste ist essentiell für die Entfernung. Bei empfindlichen Oberflächen wie Holz oder Putz weichere Borsten verwenden, um Kratzer zu vermeiden.
Grünalgen mit Natron und heißem Wasser entfernen
Betroffene Bereiche zuerst fegen. 2 Esslöffel Natron pro Liter kochendes Wasser mischen. Großzügig auftragen, um auch unsichtbare Sporen zu erreichen. Über Nacht einwirken lassen. Am nächsten Morgen gründlich schrubben und komplett abspülen.
Alternative: 150 g Waschsoda und 3 Esslöffel Speisestärke in 500 ml Wasser auflösen, dann mit kochendem Wasser mischen.
Wichtige Hinweise:
- Lösungen an unauffälligen Stellen testen
- Nur bei trockenen Bedingungen auftragen
- Aggressive Verfahren vermeiden
- Geeignete Schutzkleidung tragen
Vorsicht mit Essig
Obwohl beliebt, kann konzentrierter Essig den Boden kontaminieren und nützliche Organismen schädigen. Wiederholte Anwendung riskiert Beschädigung von Putz, Holz oder Naturstein durch Porosität oder Verfärbung. Professionelle Reinigung ist sicherer bei hartnäckigem Befall.
Risiken der Hochdruck-Fassadenreinigung
Hochdruckreiniger entfernen Algen schnell, bergen aber erhebliche Risiken: Druckwasser beschädigt die Materialstruktur und erzeugt Porosität. Aufgeraute Oberflächen ziehen erneute Algenbesiedlung schneller an, da Risse und Vertiefungen ideale Wachstumsbedingungen bieten.
Grünalgen-Entfernung: 4-Schritte-Prozess
- Probefläche und Beratung: Kostenlose Demonstration an einer Testfläche zeigt Prozess und Ergebnis
- Vorbehandlung: Spezielles Algizid zerstört die Algenzellwände und löst die Wurzelstrukturen von der Oberfläche
- Schonendes Abspülen: Klares Wasser ohne Hochdruck entfernt Algenreste ohne Fassadenschäden
- Langzeitschutz: Ökologisch verträgliche Schutzschicht hemmt zukünftiges Algenwachstum
Dauer und Kosten hängen von Verschmutzungsgrad, Zugänglichkeit, Materialtyp und Witterung ab. Durchschnittliche Reinigungszeit für 80–100 m² bei mittlerem Befall: ca. 2–3 Stunden.
Grünalgen im Vergleich zu anderen Algenarten
Neben Grünalgen treten an Fassaden auch Schwarzalgen und Rotalgen auf. Während Grünalgen meist oberflächlich siedeln und leichter zu entfernen sind, dringen Schwarzalgen tiefer in den Putz ein. Die Behandlung unterscheidet sich je nach Algenart – eine fachgerechte Diagnose ist daher der erste Schritt.
Prävention gegen Grünalgen
Spezielle Imprägnierungen erzeugen wasserabweisende Beschichtungen, die Algen die nötige Feuchtigkeit entziehen. Regelmäßige Fassadenreinigung entfernt Verunreinigungen frühzeitig. Saubere Entwässerungssysteme wie Dachrinnen verhindern Wasseransammlung an Fassaden. Gute Belüftung um Gebäude ermöglicht schnelleres Trocknen feuchter Bereiche.


