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Warum entstehen Algen an Ihrer Fassade?

Von Rifat Fetahu, Inhaber von Fassadenklar · Aktualisiert am 2. Oktober 2026

Putzfassade eines Wohnblocks mit dunklem Belag unter einem Fenster und hellen Punkten im Raster, vor der Reinigung

Auf einen Blick

Algen wachsen dort, wo eine Fassade lange feucht bleibt: an Nord- und Westseiten, in Senken und Gewässernähe, im Schatten von Bäumen, unter fehlenden Dachüberständen und auf gedämmten Wänden, die nachts unter den Taupunkt abkühlen. Kleine, frische Stellen lassen sich nass abbürsten; größere Flächen reinigt Fassadenklar im Softwash-Verfahren mit Niederdruck.

Warum wachsen Algen an meiner Fassade?

Algen wachsen an der Fassade, weil sie vor allem Licht, Wasser und das CO₂ der Luft brauchen: Licht und CO₂ gibt es an jeder Außenwand, das Wasser liefert eine Wand, die nach Regen, Nebel oder Tau lange feucht bleibt. Am häufigsten betroffen sind Nord- und Westseiten, Wände ohne Dachüberstand, Flächen unter Fensterbänken ohne Tropfkante und gedämmte Fassaden; Fassadenklar reinigt befallene Fassaden im Softwash-Verfahren mit Niederdruck und zeigt das Ergebnis vorab an einer kostenlosen Probefläche.

Das Umweltbundesamt fasst es knapp zusammen: „Die Konstruktion einer Fassade und standortbedingte Faktoren beeinflussen das Risiko des Befalls.“ (Umweltbundesamt, Entscheidungshilfen, abgerufen am 02.10.2026). Beides sehen wir uns hier an.

Was sind Fassadenalgen?

Fassadenalgen sind Luftalgen: einfache, Fotosynthese betreibende Organismen, die nicht im Wasser leben, sondern auf feuchten Oberflächen an der Luft, als kugel- oder fadenförmige Zellen. Sie bilden grüne, rötliche oder schwarze Beläge; woran Sie die Arten unterscheiden, zeigt unser Überblick Algenarten an der Fassade. Laut Fraunhofer-Institut für Bauphysik brauchen Algen zum Wachsen sehr hohe Feuchte oder sogar freies Wasser, zwischenzeitliches Austrocknen schadet ihnen aber offenbar nicht (IBP-Mitteilung 382, abgerufen am 02.10.2026).

Dass Algen heute häufiger auf Fassaden wachsen, hat auch mit sauberer Luft zu tun. Das Fachmagazin Malerblatt schreibt: „Das für sie schädliche Schwefeldioxyd SO2 verschwindet mehr und mehr aus der Luft.“ (abgerufen am 02.10.2026). Grüner Bewuchs ist also kein Zeichen schmutziger Luft, eher das Gegenteil.

Die Lage spielt eine Rolle

Die Fassaden-Merkblätter des Umweltbundesamts (Stand 03/2023, abgerufen am 02.10.2026) nennen als Faktoren mit höherem Befallsrisiko: Senken und Gewässernähe, feuchte Lagen mit Nebel und hoher Schlagregenbelastung, Bäume und Sträucher direkt an der Fassade, nahen Wald, Beschattung, die Nähe zu Landwirtschaft mit Pilzsporen und Düngung sowie West- und Nordseiten. Schlagregen ist Regen, den der Wind schräg gegen die Wand treibt; er trifft vor allem die Wetterseite.

Entscheidend ist, wie schnell eine Wand wieder abtrocknet. Algen brauchen keine stehende Nässe; es reicht, wenn die Oberfläche nach Regen oder Tau lange feucht bleibt. Nordwände bekommen kaum direkte Sonne und trocknen deshalb langsamer als Südseiten. Bäume und Hecken direkt an der Wand halten Sonne und Wind ab und bremsen das Abtrocknen zusätzlich; das Umweltbundesamt rät, sie zurückzuschneiden.

Verputzte Giebelwand eines Wohnhauses mit grünlich-grauem, fleckigem Algenbelag vor der Reinigung
Grünlich-grauer Algenbelag auf einer Putzfassade vor der Reinigung durch Fassadenklar

Bauphysik: Taupunkt und nächtliche Abkühlung

Eine Fassade kann auch ohne Regen nass werden. Der Taupunkt ist die Temperatur, bis zu der Luft abkühlen muss, damit ihr Wasserdampf kondensiert; eine Wand, die kälter ist, beschlägt wie ein kaltes Glas. Fassaden verlieren über langwellige Abstrahlung ständig Wärme, nachts fehlt die Sonne als Ausgleich. Sinkt die Oberflächentemperatur dabei so weit unter die Lufttemperatur, dass der Taupunkt unterschritten wird, wird der Putz feucht (IBP-Mitteilung 438, abgerufen am 02.10.2026). Am kritischsten sind laut dem Institut Herbst und Frühling.

Gedämmte Fassaden trifft das stärker. Bei einem Wärmedämmverbundsystem liegt der dünne Außenputz auf der Dämmung, also abgeschirmt von der warmen Wand, und hat selbst kaum Masse, die Wärme hält. Das Fraunhofer IBP hat es im Freiland gemessen: Die WDVS-Oberfläche sank nachts unter die Lufttemperatur, die massiven Wände nicht, und regelmäßig Tauwasser war nur auf dem WDVS zu erwarten (IBP-Mitteilung 382). Das Umweltbundesamt schreibt: „Gut gedämmte Fassaden bleiben länger feucht nach Regen oder Nebel und bieten somit ideale Wachstumsbedingungen für Algen und Pilze.“ (Umweltbundesamt). Wie solche Fassaden schonend gereinigt werden, steht unter WDVS-Fassade reinigen, mehr zum Tauwasser unter Kondenswasser an der Fassade.

Wasserführung: Dachüberstand, Tropfkanten, Spritzwasser

Fehlt ein Dachüberstand oder ist er klein, läuft mehr Regenwasser über die Wand. Fensterbänke, Gesimse und Balkone ohne passende Tropfkante leiten Wasser auf die Fläche darunter, wo sich dann oft dunkle Streifen bilden. Am Sockel hält Spritzwasser vom Boden den unteren Wandbereich nass. Fehlende oder kleine Dachüberstände, mangelhafte Wasserführung und fehlende Tropfkanten nennen die Merkblätter des Umweltbundesamts ausdrücklich als Risikofaktoren.

Nicht zu empfehlen: Hochdruckreinigung gegen Algen

Von einer Hochdruckreinigung raten wir ab. Auf Putz raut der harte Strahl die Oberfläche auf und schafft damit mehr Angriffsfläche für den nächsten Befall; manche Schäden zeigen sich erst später. Ist die Fassade mit Bioziden behandelt, kann ein Hochdruckreiniger nach den Merkblättern des Umweltbundesamts deren Auswaschung verstärken und die Schutzwirkung zerstören.

So entsteht ein Kreislauf: Die aufgeraute Fläche wird schneller wieder grün, die nächste Reinigung kommt früher, im schlimmsten Fall wird ein Neuanstrich notwendig. Schonender ist eine Reinigung ohne Hochdruck; was sie kostet, erfahren Sie unter Fassadenreinigung Kosten.

Algen entfernen mit Hausmitteln

Kleine, frische Stellen im Erdgeschoss können Sie selbst behandeln: Oft reichen Wasser und eine weiche Bürste. Hält der Belag, verwenden Sie einen für Fassaden zugelassenen oder registrierten Algenentferner aus dem Fachhandel nur auf den befallenen Stellen, genau nach Gebrauchsanweisung, die auch regelt, ob nachgespült wird, mit Handschuhen und Schutzbrille; decken Sie Pflanzen und Boden ab und lassen Sie keine Reste in Gewässer oder Kanalisation gelangen. Biozide Wirkstoffe werden mit dem Regen aus der Fassade ausgewaschen und gelangen in Böden und Gewässer (Umweltbundesamt, abgerufen am 02.10.2026). Essig ist an der Fassade keine gute Wahl, weil die Säure kalkhaltigen Putz angreift. Sitzt der Befall großflächig oder hoch, ist ein Fachbetrieb die bessere Wahl.

Die Anleitung Schritt für Schritt steht unter Grünalgen entfernen, weitere Mittel und ihre Grenzen unter Hausmittel gegen Algen.

Vorbeugung: Was langfristig hilft

Das Umweltbundesamt ist hier deutlich: „Dauerhafte Lösungen ohne Biozideinsatz sind etwa große Dachüberstände und Tropfkanten, die die Fassade trocken halten.“ (Umweltbundesamt, Themenseite Hausfassaden, abgerufen am 02.10.2026). Dazu kommen dichte, freie Regenrinnen, Fensterbänke mit Tropfkante und Hecken und Bäume mit etwas Abstand zur Wand, damit die Fassade nach Regen schneller abtrocknet.

Nach einer gründlichen Reinigung senkt eine Fassadenimprägnierung die Wasseraufnahme des Putzes; Tauwasser auf der Oberfläche verhindert sie nicht. Sie gehört auf eine saubere Wand, nicht auf den Belag; bei Fassadenklar ist sie im Festpreis enthalten.

Fazit

Algen an der Fassade sind vor allem ein Feuchteproblem: Lage, Wetterseite, Schatten, fehlende Dachüberstände und die nächtliche Abkühlung gedämmter Wände sorgen dafür, dass der Putz lange nass bleibt. Wer die Wasserführung verbessert und die Wand abtrocknen lässt, senkt das Risiko; ganz ausschließen lässt es sich an einer gedämmten Nordwand kaum. Kleine Stellen bürsten Sie nass ab, für größere Flächen lohnt eine professionelle Fassadenreinigung ohne Hochdruck.

Kostenlose Checkliste

7 Punkte, die Sie vor jeder Fassadenreinigung prüfen sollten – als PDF zum Herunterladen.

FAQ

Warum wachsen Algen an meiner Fassade?

Algen wachsen an der Fassade, weil sie vor allem Licht, Wasser und das CO₂ der Luft brauchen: Licht und CO₂ gibt es an jeder Außenwand, das Wasser liefert eine Wand, die nach Regen, Nebel oder Tau lange feucht bleibt. Am häufigsten betroffen sind Nord- und Westseiten, Wände ohne Dachüberstand, Flächen unter Fensterbänken ohne Tropfkante und gedämmte Fassaden; Fassadenklar reinigt befallene Fassaden im Softwash-Verfahren mit Niederdruck und zeigt das Ergebnis vorab an einer kostenlosen Probefläche.

Kann ich Algen mit Hausmitteln entfernen?

Kleine, frische Stellen ja: Oft reichen Wasser und eine weiche Bürste. Hält der Belag, verwenden Sie einen für Fassaden zugelassenen oder registrierten Algenentferner genau nach Gebrauchsanweisung, die auch regelt, ob nachgespült wird, mit Handschuhen und Schutzbrille; decken Sie Pflanzen und Boden ab und lassen Sie keine Reste in Gewässer oder Kanalisation gelangen. Essig ist keine gute Wahl, weil die Säure kalkhaltigen Putz angreift. Was Sie nur von der Leiter aus erreichen, gehört zum Fachbetrieb.

Ist Hochdruckreinigung gegen Algen empfehlenswert?

Nein. Der harte Strahl raut Putz auf und schafft neue Angriffsflächen für den nächsten Befall. Bei einer mit Bioziden behandelten Fassade kann ein Hochdruckreiniger nach den Merkblättern des Umweltbundesamts zudem deren Auswaschung verstärken.

Macht eine Wärmedämmung (WDVS) Algenbefall wahrscheinlicher?

Ja. Beim WDVS trennt die Dämmung den dünnen Außenputz von der warmen Wand. Nachts kühlt er durch Abstrahlung oft unter die Lufttemperatur ab, und unterschreitet er den Taupunkt, schlägt sich Tauwasser nieder. Messungen des Fraunhofer IBP zeigen dieses nächtliche Tauwasser auf WDVS deutlich häufiger als auf massiven Wänden.

Welche Hausseite veralgt am ehesten?

Laut den Merkblättern des Umweltbundesamts West- und Nordseiten. Nordseiten bekommen kaum direkte Sonne und trocknen langsam, auf der Wetterseite trifft mehr Schlagregen auf die Wand.

Wie kann ich Algenwachstum an der Fassade vorbeugen?

Am wirksamsten sind bauliche Maßnahmen: Dachüberstand, Fensterbänke mit Tropfkante, freie Regenrinnen. Nach einer gründlichen Reinigung senkt eine Fassadenimprägnierung die Wasseraufnahme des Putzes; Tauwasser auf der Oberfläche verhindert sie nicht. Sie gehört auf eine saubere Wand, nicht auf den Belag; bei Fassadenklar ist sie im Festpreis enthalten.

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Die häufigsten Fragen – kurz beantwortet

Was kostet eine Fassadenreinigung?

Je nach Verschmutzung und Fassadentyp in Deutschland ca. 9,52–17,85 €/m² inkl. MwSt. (8–15 € netto). Ein Einfamilienhaus reinigen wir in Deutschland ab 2.400 € zum Festpreis, kleinere Haustypen wie Reihenhäuser ab 1.904 € – jeweils inkl. MwSt. – ohne versteckte Kosten. Details: Fassadenreinigung Kosten.

Arbeitet Fassadenklar mit Hochdruck?

Nein. Wir reinigen ausschließlich im schonenden Softwash-Verfahren ohne Hochdruck – sicher auch für empfindliche WDVS-Fassaden. Mehr dazu: Fassadenreinigung ohne Hochdruck.

Wie lange hält das Ergebnis?

Auf die Schutzwirkung nach der Reinigung geben wir eine Garantie von bis zu 5 Jahren – wie lange sie hält, hängt von Lage und Witterung ab.

Kann ich das Ergebnis vorab testen?

Ja – wir reinigen eine Probefläche Ihrer Fassade kostenlos und unverbindlich, bevor Sie sich entscheiden: Gratis-Probereinigung anfragen.

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