Fallstudie: 9.000 m² WDVS-Fassade in Erfurt gereinigt
Auf einen Blick
Fassadenklar hat für eine große Wohnungsbaugenossenschaft in Erfurt rund 9.000 m² WDVS-Fassade vom großflächigen Algenbefall befreit — die Fläche von etwa 60 Einfamilienhäusern. Der Softwash-Prozess lief in drei Phasen: biologisch abbaubare Wirkstoffe gegen die Algen, Niederdruck-Spülung mit maximal 15 bar statt Hochdruck, und eine Schutzversiegelung mit 5 bis 8 Jahren Wirkdauer. Name und Adresse der Genossenschaft bleiben aus Datenschutzgründen anonym.
9.000 Quadratmeter WDVS-Fassade, großflächiger Algenbefall, eine bewohnte Wohnanlage mitten in Erfurt — und ein Auftraggeber, der anonym bleiben möchte. Das ist die Flächen-Größenordnung von etwa 60 Einfamilienhäusern unter einem einzigen Auftrag. Diese Fallstudie dokumentiert, wie Fassadenklar dieses Projekt für eine große Wohnungsbaugenossenschaft umgesetzt hat.
Die Ausgangslage: Warum WDVS-Fassaden Algen so leicht bekommen
Eine gedämmte WDVS-Fassade kühlt nachts stärker aus als eine massive, ungedämmte Wand. Die Dämmschicht blockiert den Wärmenachschub aus dem Mauerwerk, die Putzoberfläche verliert Wärme schneller, als sie nachgeliefert wird. Unterschreitet sie dabei den Taupunkt, kondensiert Luftfeuchtigkeit direkt auf dem Putz — ein feiner Wasserfilm, der genau der Nährboden ist, auf dem Algen an der Fassade am schnellsten wachsen. Nord- und Westseiten sind davon meist zuerst und am stärksten betroffen, weil sie am längsten feucht bleiben.
Bei einer Wohnanlage dieser Größe verteilt sich dieser Effekt über mehrere Gebäude und Himmelsrichtungen gleichzeitig — genau deshalb war der Algenbefall in Erfurt großflächig statt punktuell. Genauso wichtig wie die Ursache ist, was bei der Reinigung tabu ist: Hochdruck auf WDVS. Klassische Hochdruckreiniger arbeiten mit 100 bis 200 bar, und dieser Druck presst Wasser in die offene Porenstruktur des Dämmputzes. Die Folge sind Blasen, Risse und im schlimmsten Fall großflächige Putzabplatzungen — ganz abgesehen davon, dass viele Systemhersteller ihre Garantie an eine drucklose Reinigung koppeln. Mehr zur Methodik: WDVS-Fassade reinigen.
Das Projekt im Video
Die folgenden Aufnahmen zeigen den Softwash-Prozess an der Erfurter Wohnanlage in der Praxis: das Auftragen der Wirkstoffe, die Niederdruck-Spülung und die deutlich sichtbare Veränderung der Fassade nach der Behandlung.
Das vollständige Video auf YouTube ansehen
Die Lösung: drei Phasen Softwash-Prozess
Für die 9.000 m² in Erfurt kam der vollständige Fassadenklar-Softwash-Prozess zum Einsatz — dieselben drei Phasen, mit denen wir auch kleinere WDVS-Fassaden behandeln, nur auf Wohnanlagen-Maßstab skaliert:
- Biologisch abbaubare Wirkstoffe auftragen: Die Algen werden bis in die Wurzel abgetötet, nicht nur oberflächlich entfernt. Ohne diesen Schritt wächst der Belag innerhalb weniger Monate nach.
- Niederdruck-Spülung mit max. 15 bar: Schonend für WDVS — die gelösten Rückstände werden abgespült, ohne die Putzstruktur mechanisch zu belasten.
- Schutzversiegelung (Hydrophobierung): Eine wasserabweisende Schutzschicht gegen Neubefall, mit einer Schutzwirkung von 5 bis 8 Jahren.
Der Ablauf im Detail — inklusive Vorbereitung und Nachbereitung — steht auf unserer Seite zum Softwash-Fassadenreinigungsprozess.
Warum Großflächen anders kalkuliert werden
Anfahrt, Gerätschaft und Schmutzwasseraufbereitung fallen bei einer Wohnanlage einmal an, unabhängig davon, ob 500 oder 9.000 m² gereinigt werden. Diese Fixkosten verteilen sich mit wachsender Fläche auf immer mehr Quadratmeter — deshalb sinkt der m²-Preis mit der Größe des Objekts. Für Flächen ab 500 m² veröffentlicht Fassadenklar deshalb eine eigene Volumenstaffel mit Preisen ab 7,50 €/m², die als allgemeine Orientierung dient — nicht als Preis für dieses konkrete Projekt, für das kein Betrag veröffentlicht ist. Die vollständige Staffel: Fassadenreinigung Kosten nach Fläche.
Was dieses Projekt für Hausverwaltungen und Genossenschaften zeigt
9.000 m² über mehrere Gebäude einer Wohnanlage lassen sich nur koordiniert sauber abwickeln: ein Ansprechpartner für die gesamte Maßnahme, eine Terminplanung für alle betroffenen Häuser und ein einheitliches Ergebnis, unabhängig davon, welches Team welchen Gebäudeteil übernimmt. Für Genossenschaften mit großem Gebäudebestand ist das der eigentliche Unterschied zu einer Einzelvergabe pro Haus — und der Grund, warum sich Rahmenverträge mit mehrjährigen Wartungsplänen für den gesamten Bestand rechnen. Mehr dazu: Fassadenreinigung für Wohnungsgenossenschaften.
Für Hausverwaltungen gilt dasselbe Prinzip in kleinerem Maßstab: Auch bei bewohnten Objekten läuft die Reinigung von außen, ohne dass Mieter ausziehen oder Wohnungen geräumt werden müssen. Details zum Ablauf bei verwalteten Objekten: Fassadenreinigung für Hausverwaltungen.
Fassadenklar Leistungskatalog
Alle Leistungen, Vorher-Nachher-Ergebnisse und Preise auf einen Blick — als PDF zum Herunterladen.
Häufig gestellte Fragen
Kann man eine 9.000 m² Fassade ohne Gerüst reinigen?
Ja. Bei Objekten dieser Größenordnung arbeitet Fassadenklar mit Hebebühnen und Teleskoplanzen statt Gerüst. Das entfällt die Gerüstmontage samt Genehmigung und die zugehörigen Kosten vollständig. Bei Wohnanlagen mit mehreren Gebäuden lässt sich die Arbeit außerdem gebäudeweise staffeln, statt die komplette Anlage gleichzeitig einzurüsten.
Ist die Reinigung bei bewohnten Gebäuden möglich?
Ja — bei einer Wohnanlage wie in Erfurt ist das der Normalfall, nicht die Ausnahme. Die Arbeiten laufen ausschließlich von außen, Mieter müssen weder die Wohnung verlassen noch dauerhaft Fenster schließen. Absperrungen beschränken sich auf den unmittelbaren Arbeitsbereich am Boden.
Warum kein Hochdruck bei WDVS?
Klassische Hochdruckreiniger arbeiten mit 100 bis 200 bar. Auf einer WDVS-Fassade drückt das Wasser in die offene Porenstruktur des Dämmputzes, erzeugt Blasen und Risse und lässt bei vielen Systemherstellern die Garantie erlöschen. Softwash mit maximal 15 bar Niederdruck reinigt stattdessen über die Wirkstoffe, nicht über Druck — das Material bleibt unversehrt.
Wie lange hält das Ergebnis?
Die Schutzversiegelung aus Phase 3 wirkt 5 bis 8 Jahre gegen Neubefall. Danach lässt die hydrophobe Wirkung nach, und eine erneute Behandlung wird sinnvoll. Wie schnell Algen zurückkehren, hängt zusätzlich von Ausrichtung, Verschattung und Feuchtigkeitsbelastung der jeweiligen Fassadenseite ab.
Was kostet die Reinigung großer Wohnanlagen?
Für dieses Projekt ist kein Preis veröffentlicht — der Zustand der Fassade vor Ort entscheidet über die Kalkulation. Als Orientierung gilt die veröffentlichte Volumenstaffel: Für Flächen ab 500 m² gelten Preise ab 7,50 €/m², mit sinkendem m²-Preis bei wachsender Fläche (Details: Fassadenreinigung Kosten nach Fläche). Der genaue Preis für ein Objekt dieser Größe steht erst nach einer kostenlosen Besichtigung vor Ort fest.
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