Fassadenreinigung mit Drohne: Ablauf, Grenzen und Rechtslage
Von Rifat Fetahu, Inhaber von Fassadenklar · Aktualisiert am 2. Oktober 2026

Auf einen Blick
Eine Reinigungsdrohne sprüht Wasser und Reinigungsmittel an die Fassade, bei dem von SRF begleiteten System über einen Schlauch von Tanks und Pumpen am Boden. Sie braucht eine abgesperrte Fläche, ruhiges Wetter und in Wohngebieten in der Regel eine Betriebsgenehmigung: Die EASA nennt für die Kategorie „speziell“ Drohnen über 25 kg sowie Flüge in bebautem Gebiet mit mehr als 4 kg Startmasse oder ohne Klassenkennzeichnung. Fassadenklar reinigt hohe Fassaden im Softwash-Verfahren mit Niederdruck, vom Boden mit der Teleskoplanze oder aus der Hubarbeitsbühne.
Kann man eine Fassade mit einer Drohne reinigen?
Ja: Eine Reinigungsdrohne fliegt eine Düse an die Wand und sprüht Wasser und Reinigungsmittel auf, die bei dem von SRF begleiteten System über einen Schlauch von Tanks und Pumpen am Boden kommen. Fassadenklar reinigt Fassaden im Softwash-Verfahren mit Niederdruck, vom Boden mit der Teleskoplanze oder aus der Hubarbeitsbühne.
Wie funktioniert die Fassadenreinigung mit Drohne?
Eine Reinigungsdrohne ist ein Multikopter, ferngesteuert oder mit eigenem Flugprogramm, der eine Sprühlanze an die Fassade trägt; bei schlauchgespeisten Systemen bleibt das Gewicht von Wasser und Mittel am Boden. Das Schweizer Fernsehen SRF hat einen solchen Einsatz begleitet: Im Lieferwagen stehen Tanks mit Reinigungsmitteln, Pumpen und ein Stromgenerator, die Drohne trägt einen langen Stab mit Düse und orientiert sich mit einer Kamera. „Ab einer bestimmten Flughöhe spritzt sie durch den Schlauch das Gemisch aus Wasser und Reinigungskonzentration an die Wand.“ (SRF, 26.08.2024, abgerufen am 02.10.2026)
Das Prinzip ist dasselbe wie bei jeder Nassreinigung: Mittel auftragen, einwirken lassen, abspülen. Die Drohne ersetzt nur den Weg an die Wand, also Gerüst, Hubarbeitsbühne oder Seil. Über das Ergebnis entscheiden das Mittel, die Einwirkzeit und der Druck; mehr dazu in unserem Ratgeber zur Fassadenreinigung.

Was ist bei der Drohnenreinigung rechtlich zu beachten?
Die EU-Durchführungsverordnung 2019/947 teilt den Drohnenbetrieb in die Kategorien offen, speziell und zulassungspflichtig. „Die Abstufung der einzelnen Kategorien erfolgt auf Basis des jeweiligen Betriebsrisikos bzw. des maximal möglichen Personenschadens.“ (Luftfahrt-Bundesamt, abgerufen am 02.10.2026)
- Offene Kategorie: Laut LBA gilt sie unter anderem bis 120 m über Grund, mit Sichtkontakt, höchstens 25 kg Startmasse sowie „kein Transport gefährlicher Güter, kein Abwurf von Gegenständen“ (abgerufen am 02.10.2026).
- Kategorie speziell: Als Beispiele nennt die EASA Drohnen über 25 kg und das Abwerfen von Material sowie Flüge in bebautem Gebiet mit mehr als 4 kg Startmasse oder ohne Klassenkennzeichnung (abgerufen am 02.10.2026). Vorher braucht der Betreiber eine Betriebsgenehmigung, je nach Sitz von der Luftfahrtbehörde des Landes oder vom LBA, oder bei einem Standardszenario eine bestätigte Betriebserklärung.
- Wohngrundstücke: Darüber erlaubt die Luftverkehrs-Ordnung den Betrieb unter anderem, wenn „der durch den Betrieb über dem jeweiligen Wohngrundstück in seinen Rechten betroffene Eigentümer oder sonstige Nutzungsberechtigte dem Überflug ausdrücklich zugestimmt hat“ (§ 21h Abs. 3 Nr. 7 LuftVO, abgerufen am 02.10.2026).
Fragen Sie einen Drohnenanbieter deshalb nach Kategorie, Genehmigung, Absperrkonzept und Haftpflichtversicherung.
Wo stößt die Drohne an Grenzen?
- Wetter: Wind und Böen an hohen Gebäuden begrenzen den Flugbetrieb.
- Absperrung: Unter der Drohne sollten sich keine Unbeteiligten aufhalten. SRF berichtet über den Schweizer Einsatz: „Wenn etwa Passanten vorbeikommen, muss die Fassade abgesperrt werden.“
- Ecken und Vorsprünge: Balkone, Vordächer, Gesimse und Fensterlaibungen verlangen Präzision und Abstand zur Wand.
- Keine Bürste: Die Drohne sprüht nur. Hartnäckige Stellen lassen sich nicht nacharbeiten.
- Druck: Fragen Sie, mit welchem Druck gespült wird. Auf Putz und Dämmung gehört kein Hochdruck, mehr dazu unter Fassadenreinigung ohne Hochdruck.
Drohne, Hubarbeitsbühne oder Teleskoplanze?
| Verfahren (Stand 02.10.2026) | Stärken | Grenzen |
|---|---|---|
| Reinigungsdrohne | kein Aufstellplatz an der Wand nötig | Wetter, Genehmigung, Absperrung, keine Nacharbeit mit Bürste |
| Hubarbeitsbühne mit Lanze | Arbeit direkt an der Fläche, auch an Balkonen und Ecken | braucht Zufahrt und eine tragfähige Aufstellfläche |
| Teleskoplanze vom Boden | schneller Aufbau, kein Fahrzeug an der Wand | Reichweite der Lanze |
| Seil oder Befahranlage | sehr hohe Gebäude ohne Aufstellfläche | Seil nur bei geringer Gefährdung und kurzer Dauer, Anlage muss vorhanden sein |

Wie reinigt Fassadenklar hohe Fassaden?
Fassadenklar, Fachbetrieb aus Stuttgart mit Einsätzen bundesweit und in Österreich, arbeitet mit der Teleskoplanze vom Boden und aus der Hubarbeitsbühne. Ein auf den Untergrund abgestimmtes Reinigungsmittel löst den Belag, gespült wird im Niederdruck, danach wird desinfiziert und imprägniert, beides ohne Aufpreis. Ein Einfamilienhaus mit rund 150 m² kostet ab 2.400 € inkl. MwSt.; mehr in der Kostenübersicht und unter Fassadenreinigung am Hochhaus. Das Ergebnis sehen Sie vorab auf einer kostenlosen Probefläche.

Kostenlose Checkliste
7 Punkte, die Sie vor jeder Fassadenreinigung prüfen sollten – als PDF zum Herunterladen.
FAQ
Kann man eine Fassade mit einer Drohne reinigen?
Ja. Eine Reinigungsdrohne fliegt eine Düse an die Wand und sprüht Wasser und Reinigungsmittel auf, die bei dem von SRF begleiteten System über einen Schlauch von Tanks und Pumpen am Boden kommen. Bei Fassadenklar wird im Softwash-Verfahren mit Niederdruck gereinigt, vom Boden mit der Teleskoplanze oder aus der Hubarbeitsbühne.
Braucht man für eine Reinigungsdrohne eine Genehmigung?
Ohne Genehmigung geht nur die offene Kategorie, unter anderem mit höchstens 25 kg Startmasse und ohne Abwurf von Gegenständen. Wer eine ihrer Bedingungen nicht einhält, etwa mit einer schwereren Drohne, fliegt in der Kategorie „speziell“ und braucht vorher eine Betriebsgenehmigung oder, bei festgelegten Standardszenarien, eine bestätigte Betriebserklärung.
Darf eine Reinigungsdrohne über das Nachbargrundstück fliegen?
Über Wohngrundstücken erlaubt § 21h LuftVO den Betrieb unter anderem dann, wenn der betroffene Eigentümer oder Nutzungsberechtigte ausdrücklich zugestimmt hat. Klären Sie das vor dem Einsatz mit den Nachbarn.
Ist die Drohnenreinigung schonender für die Fassade?
Das hängt von Druck und Reinigungsmittel ab, nicht vom Fluggerät. Hochdruck raut Putz und Dämmung auf, egal ob er aus einer Drohne oder vom Boden kommt.
Was kostet die Fassadenreinigung bei Fassadenklar?
Ein Einfamilienhaus mit rund 150 m² Fassadenfläche kostet ab 2.400 € inkl. MwSt., der Mindestauftrag liegt bei 1.904 € inkl. MwSt. (1.600 € netto). Objekte ab 500 m² kosten höchstens 11,90 €/m² inkl. MwSt. (10 € netto). Desinfektion und Imprägnierung sind enthalten.
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