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Sandstrahlen-Fassadenreinigung: Was sollte man beachten?

Von Rifat Fetahu, Inhaber von Fassadenklar · Aktualisiert am 2. Oktober 2026

Mitarbeiter auf einer Hubarbeitsbühne an der Putzfassade eines mehrgeschossigen Wohnblocks

Auf einen Blick

Sandstrahlen ist ein Druckluftstrahlverfahren: Ein festes, körniges Strahlmittel trägt Farbe, Beschichtungen und Ablagerungen ab und dabei immer auch etwas vom Untergrund. Für Betriebe ist Quarzsand als Strahlmittel verboten, Ausnahmen nur mit Genehmigung der Arbeitsschutzbehörde. Putz, WDVS, Klinker, weicher Naturstein und Holz nehmen dabei leicht Schaden. Fassadenklar bietet kein Sandstrahlen an; Algen, Moos und Schmutz entfernen wir im Softwash-Verfahren mit Niederdruck, ab 1.904 € inkl. MwSt. (1.600 € netto).

Was ist Sandstrahlen an der Fassade?

Beim Sandstrahlen schleudert Druckluft ein festes, körniges Strahlmittel auf die Fassade, das Farbe, Beschichtungen und Ablagerungen abträgt, zusammen mit einer dünnen Schicht des Untergrunds. Fassadenklar bietet Sandstrahlen nicht an; Algen, Moos und Schmutz entfernen wir im Softwash-Verfahren mit Niederdruck, ohne Strahlmittel.

Fassadenklar ist ein Fachbetrieb für Fassadenreinigung aus Stuttgart, tätig bundesweit und auf Anfrage in Österreich. Wir strahlen selbst nicht. Bei Algen, Moos und Schmutz ist unser Verfahren eine Alternative, bei alter Farbe nicht.

Welche Strahlmittel werden verwendet?

Trotz des Namens arbeiten Betriebe heute in aller Regel nicht mehr mit Quarzsand. Die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) schreibt in ihrem Baustein zu Strahlarbeiten (abgerufen am 02.10.2026): „Die Verwendung silikogener Strahlmittel, z. B. Quarzsand, ist verboten; der Quarzgehalt muss weniger als 2 % betragen.“ Zulässig sind nach derselben Quelle nichtsilikogene Mittel wie Kupferschlacke, Schmelzkammerschlacke, Glasgranulat oder Drahtkorn.

Der Grund ist der Staub. Das Arbeitsschutzportal KomNet des Landesamts für Gesundheit und Arbeitsschutz NRW (abgerufen am 02.10.2026) nennt „die Gesundheitsgefahr durch den siliziumhaltigen Staub, der bis zur Lungenkrankheit Silikose führen kann“. Die Technische Regel TRGS 906 stuft laut KomNet „Tätigkeiten oder Verfahren, bei denen Beschäftigte alveolengängigen Stäuben aus kristallinem Siliziumdioxid ausgesetzt sind“ als krebserzeugend ein. Je nach Bauteil können weitere Gefahrstoffe frei werden; KomNet nennt als Beispiel Schwermetalle.

Wofür wird Sandstrahlen eingesetzt?

Strahlen ist ein abtragendes Verfahren. Es lohnt sich dort, wo eine Schicht herunter muss: alte Farbe und Beschichtungen auf robustem Mauerwerk oder Beton, Rost und Lack auf Stahl, Betonflächen, die für eine neue Beschichtung vorbereitet werden.

Für Algen, Moos oder Pilzbewuchs braucht es keinen Abtrag. Dieser Bewuchs sitzt auf der Oberfläche und lässt sich lösen und abspülen. Wer ihn abstrahlt, opfert ein Stück Fassade für ein Problem, das sich ohne Substanzverlust beheben lässt.

Vor- und Nachteile des Sandstrahlens

Für das Verfahren spricht:

  • Es entfernt Schichten, die keine Reinigung löst, etwa alte Farbe und Rost.
  • Das Strahlmittel erreicht Ecken und Vertiefungen, in die eine Bürste kaum kommt.
  • Beim trockenen Strahlen kommen keine flüssigen Reinigungsmittel auf die Wand.

Dagegen spricht:

  • Es trägt immer auch etwas vom Untergrund ab, und das lässt sich nicht rückgängig machen.
  • Staub und Lärm verlangen Atem- und Gehörschutz sowie eine Einhausung.
  • Alte Anstriche können beim Strahlen Schadstoffe freisetzen.
  • Der Strahlschutt muss gesammelt und fachgerecht entsorgt werden.

Welche Fassaden leiden unter dem Sandstrahlen?

UntergrundWas beim Strahlen passiertSchonendere Wege
Putz und WDVSDie Oberfläche wird rau und dünner; beim WDVS liegt unter der Putzschicht die DämmungPutzfassade reinigen mit Niederdruck
KlinkerBrennhaut und Fugen werden abgetragen, der Stein nimmt mehr Wasser aufKlinkerfassade schonend reinigen
Weicher Naturstein, z. B. SandsteinKanten, Profile und Oberfläche werden abgeschliffenReinigung von Hand oder mechanisch, abgestimmt mit Fachplaner oder Denkmalpflege
HolzDie Oberfläche wird aufgeraut, weiche Holzpartien werden stärker abgetragenHolzfassade von Hand reinigen
Beton und Stahlvertragen den Abtrag, wenn Strahlmittel und Druck passenStrahlen durch einen Fachbetrieb

Klinker ist ein bis zur Sinterung gebrannter Ziegel; seine dichte Außenhaut nennt man Brennhaut. Das Portal sanier.de (abgerufen am 02.10.2026) hält Sandstrahler für tabu, „da der feine Sand nicht nur die Oberfläche der Klinkerfassade in Sekunden abschmirgelt, auch die Fugen werden durch die Strahlen beschädigt und ausgewaschen“. Für Natursteinfassaden schreibt das Fachmagazin bauhandwerk (abgerufen am 02.10.2026): „Die Denkmalbehörden untersagen Sandstrahlen.“

So läuft Sandstrahlen durch einen Fachbetrieb ab

  1. Untergrund prüfen: Material, Zustand und alte Beschichtungen bestimmen. Blei-, teer- oder pechhaltige Anstriche verlangen laut BG BAU weitergehende Schutzmaßnahmen.
  2. Musterfläche: An unauffälliger Stelle Strahlmittel und Druck testen, bevor die ganze Fläche drankommt.
  3. Abdecken und einhausen: Fenster, Türen, Pflanzen und Nachbarflächen schützen; die BG BAU nennt als Maßnahme, den Arbeitsbereich weitgehend einzuhausen.
  4. Strahlen: Ein Kompressor treibt das Strahlmittel aus dem Strahlkessel durch den Schlauch. Handgehaltene Geräte brauchen nach BG BAU eine Totmannschaltung, die beim Loslassen stoppt.
  5. Schutzausrüstung: Die BG BAU nennt einen Strahlerhelm mit Prallschutzüberzug und Frischluftversorgung, dazu Prallschutzkleidung, Schutzhandschuhe, Sicherheitsschuhe und Gehörschutz.
  6. Entsorgen: Die BG BAU schreibt zum Strahlschutt: in Behältern sammeln und „auf zugelassenen Deponien so einlagern, dass die Umwelt nicht belastet wird“.

Häufige Fehler beim Sandstrahlen

  • Quarzsand aus dem Baumarkt statt eines zugelassenen, nichtsilikogenen Strahlmittels.
  • Kein Test vorab: Ohne Musterfläche zeigt sich erst auf der ganzen Wand, dass der Untergrund nicht standhält.
  • Falscher Anlass: Algen und Moos werden abgestrahlt, obwohl sie sich ohne Abtrag lösen lassen.
  • Ungeschützte Umgebung: Strahlmittel trifft Fenster, Autos und Nachbarn, Staub zieht ins Haus.
  • Strahlschutt im Hausmüll statt fachgerecht entsorgt.

Sandstrahlen oder Softwash: was passt bei Algen und Moos?

Grüne, rote oder schwarze Beläge sind meist Algen oder Pilze, dazu kommt Schmutz. Sie sitzen auf der Fassade, nicht in ihr. Das Softwash-Verfahren löst sie mit einem auf den Untergrund abgestimmten Reinigungsmittel und spült sie mit geringem Druck ab, ohne Strahlmittel und ohne Hochdruck.

MerkmalSandstrahlenSoftwash mit Niederdruck
PrinzipStrahlmittel trägt Schichten abReinigungsmittel löst den Belag, Wasser spült ihn ab
Abtrag am Untergrundja, verfahrensbedingtkein Strahlmittel, kein Abtrag beabsichtigt
Typischer Einsatzalte Farbe, Beschichtungen, Rost, BetonvorbereitungAlgen, Moos, Pilzbewuchs und Schmutz auf Putz, WDVS und Klinker
Staub und SchutzAtem- und Gehörschutz, Einhausungkein Strahlstaub
Preis (Stand 02.10.2026)rund 50–100 € pro Stunde plus 20–40 € pro m² (kostencheck.de)9,52–17,85 €/m² inkl. MwSt. (8–15 € netto), Mindestauftrag 1.904 € inkl. MwSt. (1.600 € netto); Einfamilienhaus ab ca. 150 m² ab 2.400 € inkl. MwSt. (Fassadenklar)

Die Preise sind nicht direkt vergleichbar: Strahlen entfernt Schichten, Softwash reinigt die vorhandene Oberfläche. Soll alte Farbe herunter, hilft eine Reinigung nicht. Ein weiteres Strahlverfahren beschreibt unser Beitrag zur Fassadenreinigung mit Trockeneis.

Teleskoplanze mit Breitstrahldüse spült eine graue Putzfassade unter einem Fenster ab, die gereinigte Fläche ist heller als die Umgebung
Ohne Strahlmittel: Abspülen einer Putzfassade mit der Teleskoplanze

Was kostet Sandstrahlen an der Fassade?

Laut kostencheck.de (abgerufen am 02.10.2026) liegt der Grundpreis an Fassaden meist bei „rund 50 EUR bis 100 EUR pro Stunde“, und „in der Regel verlangen die meisten Betriebe für übliche Arbeiten 20 EUR pro m² bis 40 EUR pro m² Mauerwerk zusätzlich zum Grundpreis auf Stundenbasis“. Vorarbeiten wie Abkleben und teurere Strahlmittel kommen hinzu. Was eine Reinigung bei Fassadenklar kostet, zeigt unsere Kostenübersicht: ein Einfamilienhaus mit ca. 150 m² ab 2.400 € inkl. MwSt., Desinfektion und Imprägnierung inklusive.

Fazit

Sandstrahlen ist ein Werkzeug zum Abtragen, kein Reinigungsverfahren für jede Fassade. Auf Beton und Stahl hat es seinen Platz, auf Putz, WDVS, Klinker, weichem Naturstein und Holz kostet es Substanz. Algen, Moos und Schmutz lassen sich ohne Abtrag lösen. Wie das an Ihrer Fassade aussieht, zeigt Ihnen Fassadenklar auf einer kostenlosen Probefläche.

Kostenlose Checkliste

7 Punkte, die Sie vor jeder Fassadenreinigung prüfen sollten – als PDF zum Herunterladen.

FAQ

Was ist Sandstrahlen an der Fassade?

Ein Druckluftstrahlverfahren: Ein festes, körniges Strahlmittel trifft auf die Fassade und trägt Farbe, Beschichtungen und Ablagerungen ab, dazu eine dünne Schicht des Untergrunds. Fassadenklar strahlt nicht, sondern entfernt Algen, Moos und Schmutz im Softwash-Verfahren mit Niederdruck, ohne Strahlmittel.

Wie viel kostet das Sandstrahlen?

Laut kostencheck.de (Stand 02.10.2026) berechnen Betriebe an Fassaden meist einen Grundpreis von rund 50 bis 100 € pro Stunde und zusätzlich 20 bis 40 € pro m² Mauerwerk. Abkleben und teurere Strahlmittel kosten extra.

Sandstrahlen – Kann man das selbst machen?

An der Fassade raten wir davon ab. Für Profis nennt die BG BAU unter anderem einen Strahlerhelm mit Frischluftversorgung, Prallschutzkleidung und Gehörschutz; das zeigt, wie gefährlich Staub und Strahl sind. Dazu beschädigt ein falsch gewählter Druck oder ein zu hartes Strahlmittel den Untergrund dauerhaft.

Ist Sandstrahlen im Freien erlaubt?

Ja, unter Auflagen: Für Betriebe ist Quarzsand als Strahlmittel verboten. Für Strahlarbeiten im Freien nennt die BG BAU unter anderem Atem- und Gehörschutz, eine möglichst weitgehende Einhausung und die Entsorgung des Strahlschutts auf zugelassenen Deponien. Ob vor Ort weitere Auflagen gelten, etwa zu Lärm, erfahren Sie bei Ihrer Gemeinde.

Schadet Sandstrahlen einer Klinkerfassade?

Ja. Der Strahl trägt die dichte, beim Brennen entstandene Oberfläche ab und wäscht Fugen aus. Danach nimmt der Stein mehr Wasser und Schmutz auf.

Bietet Fassadenklar Sandstrahlen an?

Nein. Fassadenklar reinigt Fassaden im Softwash-Verfahren mit Niederdruck: Ein auf den Untergrund abgestimmtes Reinigungsmittel löst Algen, Moos und Schmutz, danach wird mit geringem Druck abgespült. Desinfektion und Imprägnierung sind im Preis enthalten.

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Die häufigsten Fragen – kurz beantwortet

Was kostet eine Fassadenreinigung?

Je nach Verschmutzung und Fassadentyp in Deutschland ca. 9,52–17,85 €/m² inkl. MwSt. (8–15 € netto). Ein Einfamilienhaus reinigen wir in Deutschland ab 2.400 € zum Festpreis, kleinere Haustypen wie Reihenhäuser ab 1.904 € – jeweils inkl. MwSt. – ohne versteckte Kosten. Details: Fassadenreinigung Kosten.

Arbeitet Fassadenklar mit Hochdruck?

Nein. Wir reinigen ausschließlich im schonenden Softwash-Verfahren ohne Hochdruck – sicher auch für empfindliche WDVS-Fassaden. Mehr dazu: Fassadenreinigung ohne Hochdruck.

Wie lange hält das Ergebnis?

Auf die Schutzwirkung nach der Reinigung geben wir eine Garantie von bis zu 5 Jahren – wie lange sie hält, hängt von Lage und Witterung ab.

Kann ich das Ergebnis vorab testen?

Ja – wir reinigen eine Probefläche Ihrer Fassade kostenlos und unverbindlich, bevor Sie sich entscheiden: Gratis-Probereinigung anfragen.

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