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Fassadenreiniger - Test, Vergleich und wann der Profi besser ist

Von Rifat Fetahu, Inhaber von Fassadenklar · Aktualisiert am 20. Juli 2026

Verschiedene Fassadenreiniger-Produkte im Vergleich vor einer verschmutzten Hausfassade

Auf einen Blick

Ein Fassadenreiniger ist ein Mittel, das Algen, Moos und Pilze von der Fassade entfernt. Am wirksamsten sind biozidhaltige Konzentrate auf DDAC- oder Benzalkoniumchlorid-Basis, wie sie bei OBI, Bauhaus und Hornbach zwischen 15 und 80 Euro erhältlich sind. Für leichten Befall an kleinen Flächen reichen solche Baumarktprodukte oft aus. Bei tief eingewurzeltem Moos, Flechten, WDVS oder Fassaden über drei Stockwerke ist eine professionelle Softwash-Reinigung ab 2.400 Euro Festpreis fürs Einfamilienhaus die sichere Lösung.

Ein Fassadenreiniger ist ein chemisches Mittel, das Algen, Moos, Flechten und Pilze von Putz, Klinker oder Stein entfernt. Wirklich wirksam sind nur biozidhaltige Produkte auf Basis von DDAC oder Benzalkoniumchlorid, die den Befall an der Wurzel abtöten. Reine Algenentferner ohne Biozid bleichen den Belag nur kurzzeitig und der Grünschleier kehrt nach wenigen Monaten zurück.

Fassadenreiniger Test 2025 - die besten Produkte im Vergleich

Am Markt gibt es zwei Gruppen: gebrauchsfertige Sprays für leichten Befall und hochkonzentrierte Biozide, die selbst verdünnt werden. Die folgende Tabelle vergleicht die gängigsten Produkte nach Wirkstoff, Preis und Eignung. Ein guter Fassadenreiniger kostet im Baumarkt zwischen 15 und 80 Euro pro Gebinde.

ProduktWirkstoffPreisEignungWirkdauer
AGO Quart 2000DDAC (Konzentrat)ca. 30-60 Eurostarker Algen- und Moosbefall12-24 Monate
ABACUSBenzalkoniumchloridca. 20-40 Euroleichter bis mittlerer Befall8-18 Monate
Nanoprotectbiozidhaltig, gebrauchsfertigca. 25-45 Eurokleine Flächen, Terrassen6-12 Monate
Mellerudtensidbasiertca. 15-25 Euroleichte Verschmutzung, kein Biozid3-6 Monate
Hotrega FlechtexDDAC gegen Flechtenca. 30-50 EuroFlechten und hartnäckiges Moos12-24 Monate

Wer einen Fassadenreiniger als Algenentferner Fassade einsetzt, sollte immer auf den Wirkstoff achten: Nur DDAC oder Benzalkoniumchlorid wirken langfristig gegen die Sporen. Ein tensidbasiertes Mittel reinigt nur oberflächlich und der Grünbelag kehrt oft schon nach einem Sommer zurück. Wichtig ist außerdem die richtige Verdünnung: Ein Konzentrat wird je nach Befallsstärke im Verhältnis 1:10 bis 1:20 mit Wasser angemischt. Zu starke Verdünnung schwächt die Wirkung, zu hohe Konzentration ist teuer und belastet die Umwelt unnötig.

Bei der Anwendung gilt: an einem trockenen, bewölkten Tag ohne direkte Sonne arbeiten, das Mittel gleichmäßig von unten nach oben auftragen und ausreichend einwirken lassen. Viele Biozide entfalten ihre volle Wirkung erst über mehrere Wochen, in denen der abgetötete Belag durch Regen abgewaschen wird. Ein guter Fassadenreiniger muss also nicht sofort ein sauberes Ergebnis liefern, sondern nachhaltig gegen die Wurzeln des Bewuchses arbeiten.

Fassadenreiniger mit Chlor - was erlaubt ist

Ein Fassadenreiniger mit Chlor (meist Natriumhypochlorit) wirkt schnell und bleicht Algen sofort aus. In Deutschland ist ein Fassadenreiniger mit Chlor legal erhältlich, doch das Schmutzwasser darf nicht ungeklärt in die Kanalisation oder ins Grundwasser gelangen. Chlor ist zudem aggressiv gegenüber Pflanzen, Metallteilen und Fensterdichtungen. Für die Umwelt und die langfristige Substanz der Fassade sind biozidhaltige Mittel ohne Chlor meist die bessere Wahl. Wer trotzdem einen Fassadenreiniger mit Chlor verwendet, sollte Handschuhe, Schutzbrille und langärmelige Kleidung tragen und angrenzende Pflanzen mit Folie abdecken. Der größte Nachteil: Die bleichende Wirkung tötet die Algen nicht immer vollständig an der Wurzel ab, sodass der Belag nach einigen Monaten zurückkehren kann.

Hochdruckreiniger vs. Fassadenreiniger - was besser ist

Ein Hochdruckreiniger entfernt losen Schmutz mechanisch, tötet aber keine Algensporen ab. Auf Putz und WDVS raut Hochdruck die Oberfläche auf und beschleunigt den Neubefall, weil sich Sporen in den Poren festsetzen. Ein chemischer Fassadenreiniger dagegen wirkt bis in die Wurzel und verhindert die schnelle Rückkehr des Grünbelags. Details dazu lesen Sie in unserem Hochdruckreiniger Guide. Die schonende Kombination ist die Softwash-Methode: Biozid auftragen, einwirken lassen, mit Niederdruck abspülen. Diese Reihenfolge löst den Schmutz chemisch, statt ihn mit hohem Druck abzutragen, und schont so die Oberfläche. Der Hochdruckreiniger hat seine Berechtigung nur bei sehr robusten Materialien wie unversiegeltem Klinker oder Beton, und auch dort nur mit reduziertem Druck und Flächenreiniger-Aufsatz. Auf allen empfindlichen Fassaden ist der chemische Fassadenreiniger klar überlegen.

Fassadenreiniger für Putz, Klinker, WDVS - Materialunterschiede

Ein Fassadenreiniger für Putz muss pH-neutral bis leicht alkalisch sein und darf die Oberfläche nicht angreifen. Auf mineralischem Putz und WDVS sind schonende, biozidhaltige Konzentrate ideal. Ein Fassadenreiniger für Putz sollte niemals mit Hochdruck kombiniert werden, da die dünne Deckschicht sonst Schaden nimmt.

Klinker verträgt kräftigere Mittel und auch säurehaltige Reiniger gegen Kalkausblühungen. WDVS-Fassaden dagegen sind besonders empfindlich, weil Feuchtigkeit in die Dämmung eindringen kann. Wie WDVS fachgerecht gereinigt wird, zeigt unser Ratgeber WDVS-Fassade reinigen. Als Algenentferner Fassade eignet sich auf allen drei Materialien ein DDAC-Konzentrat, das je nach Befall im Verhältnis 1:10 bis 1:20 verdünnt wird.

Auf Holzfassaden gelten wiederum eigene Regeln: Hier dürfen keine stark alkalischen Mittel verwendet werden, weil sie die Fasern angreifen und das Holz vergrauen lassen. Stattdessen kommen spezielle Holzreiniger und anschließend eine Lasur zum Einsatz. Wer unsicher ist, welches Material seine Fassade hat, sollte im Zweifel eine kleine Probefläche testen, bevor er den Fassadenreiniger großflächig aufträgt. So lässt sich prüfen, ob das Mittel Verfärbungen verursacht oder die Oberfläche angreift.

Der Verbrauch liegt im Schnitt bei 0,2 bis 0,5 Liter Konzentrat pro Quadratmeter. Für ein Einfamilienhaus mit rund 150 Quadratmetern Fassadenfläche kalkulieren Sie also grob 5 bis 10 Liter Konzentrat, was bei Baumarktpreisen zwischen 15 und 80 Euro je Gebinde schnell 100 bis 300 Euro Materialkosten ergibt, ohne die Arbeitszeit einzurechnen.

Wann Fassadenreiniger nicht ausreicht

Ein Fassadenreiniger aus dem Baumarkt stößt an seine Grenzen, sobald Moos tief eingewurzelt ist, Flechten die Oberfläche durchdringen oder die Fassade über drei Stockwerke hoch ist. Auch großflächiger Befall auf WDVS lässt sich mit Eimer und Pinsel kaum gleichmäßig behandeln. Hier ist ein professioneller Algenentferner Fassade in Kombination mit gewerblichem Equipment nötig. Der DIY-Ansatz kostet zwar nur 50 bis 200 Euro Material, hält aber oft nur ein bis zwei Jahre. Wer selbst Hand anlegen möchte, findet in unserem Guide Fassadenreinigung selber machen eine ehrliche Einschätzung.

Ein weiterer Grund für den Profi ist die Arbeitssicherheit. Sobald eine Leiter oder ein Gerüst nötig wird, steigt das Unfallrisiko erheblich, und Biozide sollten nicht ohne Schutzausrüstung großflächig versprüht werden. Ein professioneller Betrieb arbeitet mit Teleskoplanzen bis 12 Meter Höhe, fängt das Schmutzwasser auf und hält die gesetzlichen Vorgaben zur Entsorgung ein. Wer die Fassade dauerhaft schützen möchte, kombiniert die Reinigung mit einer Fassadenimprägnierung, die den Neubefall über mehrere Jahre verzögert. So amortisiert sich die professionelle Reinigung gegenüber dem wiederholten Einsatz eines Fassadenreiniger-Produkts oft schon nach wenigen Jahren.

Fassadenklar: Festpreis ab 2.400 Euro und kostenlose Probefläche

Wenn ein Fassadenreiniger nicht mehr reicht, übernimmt Fassadenklar die professionelle Reinigung im Softwash- und Niederdruckverfahren, das Putz, Klinker und WDVS schont. Für ein Einfamilienhaus gilt ein Festpreis ab 2.400 Euro, üblich sind im Markt 2.800 bis 4.500 Euro. Sie erhalten ein schriftliches Angebot, es gibt kein Haustürgeschäft, und das Schmutzwasser wird mit Aktivkohlefilter aufgefangen und umweltgerecht entsorgt. Auf Wunsch schützt eine Langzeitimprägnierung die Fassade dauerhaft vor neuem Befall.

Bevor Sie entscheiden, reinigen wir kostenlos eine Probefläche an Ihrem Objekt, damit Sie das Ergebnis selbst sehen. Fordern Sie einfach Ihre gratis Probereinigung an.

Weiterführende Artikel

Kostenlose Checkliste

7 Punkte, die Sie vor jeder Fassadenreinigung prüfen sollten – als PDF zum Herunterladen.

FAQ

Welcher Fassadenreiniger ist der beste?

Biozidhaltige Konzentrate auf DDAC- oder BAC-Basis (z.B. AGO Quart 2000) sind am wirksamsten gegen Algen, Moos und Pilze. Für leichten Befall reichen Fertigprodukte wie ABACUS oder Nanoprotect.

Kann ich Fassadenreiniger im Baumarkt kaufen?

Ja, bei OBI, Bauhaus und Hornbach gibt es biozidhaltige Fassadenreiniger. Achten Sie auf den Wirkstoff DDAC oder Benzalkoniumchlorid. Reine Algenentferner ohne Biozid wirken nur kurzzeitig.

Fassadenreiniger mit Chlor - erlaubt?

Chlorhaltige Fassadenreiniger sind in Deutschland legal, aber das Schmutzwasser muss aufgefangen werden. Es darf nicht ungeklärt in die Kanalisation oder Gewässer gelangen.

Wie viel Fassadenreiniger brauche ich pro m2?

Im Schnitt 0,2 bis 0,5 Liter Konzentrat pro Quadratmeter, je nach Verdünnungsverhältnis und Verschmutzungsgrad. Für ein EFH mit 150 m2 rechnen Sie mit 5 bis 10 Litern Konzentrat.

Wann ist Fassadenreiniger nicht ausreichend?

Bei tief eingewurzeltem Moos, Flechten, WDVS-Fassaden oder Fassaden über 3 Stockwerke ist professionelle Softwash-Reinigung mit gewerblichen Bioziden wirksamer und sicherer.

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Hochdruck – schonendes Softwash-Verfahren

5–8 Jahre

Schutzwirkung durch Versiegelung

Die häufigsten Fragen – kurz beantwortet

Was kostet eine Fassadenreinigung?

Je nach Verschmutzung und Fassadentyp ca. 8–15 €/m². Ein Einfamilienhaus reinigen wir ab 2.400 € zum Festpreis, kleinere Haustypen wie Reihenhäuser ab 1.200 € – ohne versteckte Kosten. Details: Fassadenreinigung Kosten.

Arbeitet Fassadenklar mit Hochdruck?

Nein. Wir reinigen ausschließlich im schonenden Softwash-Verfahren ohne Hochdruck – sicher auch für empfindliche WDVS-Fassaden. Mehr dazu: Fassadenreinigung ohne Hochdruck.

Wie lange hält das Ergebnis?

Mit anschließender Versiegelung bleibt die Fassade in der Regel 5–8 Jahre sauber – abhängig von Lage und Witterung.

Kann ich das Ergebnis vorab testen?

Ja – wir reinigen eine Probefläche Ihrer Fassade kostenlos und unverbindlich, bevor Sie sich entscheiden: Gratis-Probereinigung anfragen.

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