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Fassade: Definition, Besonderheiten, Vorteile

Von Rifat Fetahu, Inhaber von Fassadenklar · Aktualisiert am 17. Juli 2024

Fassade eines blauen Gebäudes in einer Straße

Auf einen Blick

Eine Fassade umfasst Außenwand, Fenster, Türen und Zierelemente. Materialien sind Holz, Putz, Stein, Metall, Beton und Glas. Fassaden schützen vor Witterung, dämmen und prägen das Erscheinungsbild. Regelmäßige Reinigung und Instandhaltung sichern Langlebigkeit und Energieeffizienz.

Was ist eine Fassade?

Eine Fassade umfasst mehr als nur die Außenwand — sie beinhaltet Fenster, Türen, Balkone und Zierelemente. Der Begriff stammt vom lateinischen Wort „facies“ (Gesicht) und beschreibt das erste sichtbare Element eines Gebäudes.

Fassaden erfüllen sowohl ästhetische als auch praktische Funktionen: Sie schützen vor Witterungseinflüssen, regulieren die Innentemperatur und reduzieren den Energieverbrauch.

Aus welchem Material kann eine Fassade bestehen?

Die beliebtesten Fassadenmaterialien sind:

  • Holz
  • Putz
  • Stein (Naturstein, Klinker, Ziegelstein)
  • Metall (Aluminium, Stahl, Kupfer)
  • Beton
  • Glas

Die Materialwahl hängt von persönlichem Geschmack, Robustheit und Umweltfreundlichkeit ab.

Glasfassade eines Hochhauses

Welche Funktionen hat eine Fassade?

Funktionen für den Außenbereich

  • Schutz vor Witterung (Wind, Regen, Schnee, Sonne)
  • Ästhetische Gestaltung des Gebäudecharakters
  • Informationsvermittlung über Gebäudefunktion
  • Nutzbare Fläche (für Solarpaneele, Begrünung, Werbung)

Funktionen für den Innenbereich

  • Dämmung gegen Kälte und Hitze
  • Lärmschutz, besonders in urbanen Gebieten
  • Funktionale Elemente je nach Gebäudetyp (Büros benötigen große Glasflächen, Wohngebäude kleinere Fenster)

Arten von Fassadenkonstruktionen

Pfosten-Riegel-Fassade

Vertikale Pfosten und horizontale Riegel aus Holz, Aluminium oder Stahl tragen Glasflächen. Vorteile: modernes Aussehen, viel Tageslicht, effektive Wärmedämmung. Nachteile: hohe Kosten, aufwendige Wartung.

Vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF)

Zweischichtige Konstruktion mit äußerer Verkleidung und Hinterlüftungsschicht. Vorteile: widerstandsfähig, effektive Feuchtigkeitsregulierung, verbesserte Energieeffizienz. Nachteile: höhere Herstellungskosten.

Heruntergekommene Fassade

Fassadenfliesen

Verkleidungen aus Glas, Keramik oder Naturstein. Vorteile: guter Witterungsschutz, vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten, langlebig. Nachteile: hohe Installationskosten, aufwendige Reinigung.

WDVS-Fassaden

Siebenschichtige Konstruktion mit integrierten Dämmmaterialien. Vorteile: hohe Energieeffizienz, vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten, kostengünstig. Nachteile: regelmäßige Reinigung erforderlich, begrenzte Wiederverwertbarkeit.

Die korrekte Pflege von Fassaden

Fassadenreinigung

Verschiedene Fassadenarten erfordern unterschiedliche Reinigungsmethoden. Verfügbare Geräte sind Hochdruckreiniger, Teleskoplanze, Sandstrahler und Trockeneisstrahler. Die Wahl hängt von Fassadentyp und Verschmutzungsgrad ab.

Sanierung und Instandhaltung

Fassadensanierungen sollten etwa alle paar Jahrzehnte erfolgen und umfassen: Reparatur von Witterungsschäden, Austausch veralteter Materialien, Reinigung und Verschmutzungsentfernung sowie Aufbringung neuer Schutz- und Farbschichten.

Fassadendämmung

Die Dämmung verringert Energieverluste und senkt Heizkosten. Eine Dämmpflicht besteht bei Sanierung von über 10 % der Fassade. Vier beliebte Methoden:

  • Kerndämmung und Einblasdämmung (günstigste Option)
  • WDVS
  • Vorgehängte hinterlüftete Fassade
  • Innendämmung (verkleinert Wohnraum)

Dämmmaterialien: synthetisch (Polystyrol), mineralisch (Stein-/Glaswolle) oder organisch (Holzfaser, Hanf).

Fassadenbegrünung

Bepflanzung verleiht Charme, verbessert Luftqualität und hat dämmende Funktion. Zwei Methoden:

  • Bodengebundene Begrünung: Pflanzen direkt vor der Wand (selbstklimmende oder gerüstkletternde Arten)
  • Indirekte Begrünung: Pflanzen mit Abstand zur Fassade (Spalierobst, hängende Pflanzen)

Nachteil: hoher Pflegeaufwand mit regelmäßiger Bewässerung und Schnitt.

Fazit

Die Fassadenwahl hängt von Gebäudegegebenheiten, persönlichem Geschmack und Umgebung ab. Jede Fassadenart hat Vor- und Nachteile. Wichtig sind fachgerechte Installation und regelmäßige Reinigung für Langzeitbestand.

Kostenlose Checkliste

7 Punkte, die Sie vor jeder Fassadenreinigung prüfen sollten — als PDF zum Herunterladen.

FAQ

Was gehört alles zur Fassade?

Zur Fassade zählen: Fassadenverkleidung, Fenster, Türen, Balkone, Zierelemente, Isolierung, Dämmung und Fassadenstruktur. Fundament und Dach gehören nicht dazu.

Welche Fassadenarten gibt es?

Fassaden werden nach Materialien (Holz, Putz, Stein, Metall, Beton, Glas), Konstruktionstypen und Funktionsweise kategorisiert.

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