Fassadenreinigung: der ultimative Guide

Fassade richtig reinigen

Fassadenreinigung: der ultimative Guide

Wenn Sie sich ein neues Haus kaufen oder mit Ihrer Firma in ein neu errichtetes Bürogebäude ziehen, haben Sie zu Beginn wahrscheinlich kaum Beschwerden. Doch nach ein paar Jahren wird Ihnen auffallen, dass die Außenwände längst nicht mehr im selben Glanz erstrahlen. Vielmehr zeichnen sich dunkle Ablagerungen ab, die auf Dauer die Fassade optisch stark beeinflussen. Doch nicht nur das Aussehen wird beeinträchtigt. Denn es kann im schlimmsten Fall auch zu Schäden des Mauerwerks kommen. Es sollte daher regelmäßig eine Fassadenreinigung durchgeführt werden, um diese Folgen zu vermeiden.

Währenddessen, aber auch vor und nach einer Reinigung, gilt es, unterschiedliche Punkte zu beachten, damit die Fassade schonend und langfristig von Schmutz befreit wird. Gleichzeitig ist es wichtig, dass die Umwelt dabei nicht geschädigt wird. In diesem ausführlichen Guide zur Fassadenreinigung zeigen wir Ihnen, was hierbei zu beachten ist. Außerdem erklären wir, warum es generell wichtig ist, Fassaden in wiederkehrenden Abständen von Schmutz zu befreien.

Warum ist eine Fassadenreinigung wichtig?

Die Fassaden von Wohn- oder Gewerbeimmobilien sind einer Vielzahl von äußeren Einflüssen ausgesetzt. Sei es Sonne, Regen, Frost oder Industrieabgase – über einen längeren Zeitraum hinterlässt all dies Spuren auf Ihren Außenwänden. Diese entstehen in Form von Schmutz und Ablagerungen. Hierbei kann es sich beispielsweise um einfache Feinstaubpartikel oder organische Verschmutzungen wie Algen, Moos oder Pilze handeln.  

Vor allem pflanzliche Rückstände erfreuen sich an feuchten Fassaden mit einer milden Außentemperatur. Unter diesen Umständen wachsen sie besonders schnell und breiten sich auf der Fassade aus. Welche unterschiedlichen Faktoren sonst noch eine Rolle spielen – insbesondere bei der Bildung von Algen – erfahren Sie in unserem Blog.

Natürlich wirken sich alle Arten von Verschmutzungen negativ auf die Optik Ihrer Fassaden aus und lassen sie unästhetisch wirken. Das kann unter anderem bei einem Verkauf der Immobilie ihren Wert senken. Doch schlimmer wird es, wenn die Verschmutzungen der Fassade selbst schaden. Dies kann vor allem bei Pilzen vorkommen, welche generell auf bereits vorhandenem Algenbefall entstehen.  

Können sie dann über einen längeren Zeitraum wachsen, besteht die Gefahr, dass sie in das Mauerwerk eindringen und dieses beschädigen. Und selbstverständlich handelt es sich hierbei dann um einen deutlich höheren Wertverlust der Immobilie.  

Daher ist es wichtig, dass Fassadenreinigungen durchgeführt werden, damit sie gar nicht erst einen Nährboden für organische Verschmutzungen bieten. Sie können die Reinigung natürlich eigenhändig durchführen und sich an diesem Guide sowie weiteren Infoartikeln in unserem Blog als Hilfe orientieren.  

Bei starkem Befall durch Algen oder Pilze ist es jedoch oft von Vorteil, eine professionelle Reinigungsfirma zu engagieren. So haben Sie selbst einerseits weniger Aufwand und andererseits die Gewährleistung, dass Ihre Fassaden ohne Schäden gereinigt werden.  

Vielleicht fragen Sie sich auch, warum es nicht einfach möglich ist, die Außenwände neu zu streichen. Grundsätzlich stellt dies kein Problem dar. Eine nachhaltigere Variante ist allerdings eine Fassadenreinigung. Denn auf diese Weise können Sie den Schmutz in weniger Schritten gründlich entfernen und Ihre Fassade für längere Zeit schützen. Eine ausführliche Darlegung zum Thema Streichen oder Reinigen finden Sie in diesem Artikel.

Eine Fassadenreinigung richtig durchführen

Prinzipiell sollte eine Fassadenreinigung nachhaltig gestaltet werden. Dies kann man auf zwei verschiedene Arten verstehen. Zum einen gilt es, während der Reinigung stets auf die Umwelt zu achten. Sowohl bei der Wahl des Reinigers als auch der Durchführung. Dazu später jedoch mehr.

Zum anderen bedeutet nachhaltig, die Fassade so zu reinigen, dass sie für möglichst lange Zeit in gutem Zustand erhalten bleibt. Damit Ihnen dies gelingt, müssen Sie vor, während und nach der Reinigung Verschiedenes beachten. Wir erklären Ihnen nun im Detail, was alles dazu gehört.

1. Beachten Sie die Art Ihrer Fassade

Fassadenreinigung Tipps

Häuser werden mit den unterschiedlichsten Fassadenarten gebaut. Jede einzelne unterscheidet sich in ihren Funktionen sowie ihrer benötigten Reinigung. Bevor Sie mit der Fassadenreinigung beginnen, ist es daher notwendig, die Art ihrer Hauswand festzustellen, da es sonst zu möglichen Schäden kommen kann.  

In Deutschland sind unter anderem Putz-, Holz-, Glas– oder auch Klinkerfassaden sehr gefragt. Sie sind nicht nur optisch ansprechend, sondern bringen auch gute Eigenschaften mit sich. Doch vor allem bei Putz- und Holzfassaden gilt es, mit Vorsicht zu reinigen 

Verwenden Sie beispielsweise einen Hochdruckreiniger, kann dieser durch zu hohen Druck einen starken Abrieb des Putzes oder Beschädigungen am Holz verursachen. Außerdem ist es üblich, dass Putzfassaden eine regelmäßige Reinigung im Abstand von ca. 10 Jahren benötigen. Weitere Besonderheiten von Putzfassaden können Sie hier nachlesen.  

Klinkerfassaden sind hingegen sehr robust und schmutzresistent. Dennoch ist eine Algenbildung nicht ausgeschlossen. Grundsätzlich müssen Sie in diesem Fall die Fassade jedoch seltener reinigen. Aber auch hier ist mit dem Hochdruckreiniger Vorsicht geboten. Denn bei bereits vorhandenen Rissen oder ähnlichen Mängeln können bei dieser Art der Fassadenreinigung noch größere Schäden entstehen.  

Das ist nicht nur bei einer Klinkerfassade der Fall. Prinzipiell muss die Fassade vor der Reinigung auf mögliche Schäden überprüft werden. Löst sich der Putz oder sind Risse zu erkennen, müssen diese zuvor ausgebessert werden. Andernfalls können die Reibung oder der Druck des Gerätes die Risse vergrößern, was daraufhin auch das Mauerwerk beschädigt. Wenn Sie die Fassadenreinigung selbst durchführen möchten, sollten Sie sich daher im Voraus über Ihre Fassade und wie diese am schonendsten zu reinigen ist, informieren.

2. Welche Geräte eignen sich am besten?

Bei einer Fassadenreinigung gibt es viele Geräte, die Sie verwenden können. Doch genau wie bei der Art der Außenwand, gilt es auch hier, sich vorher schlau zu machen, welches Gerät sich für welche Fassade eignet. Wie wir bereits eben erwähnt haben, ist beispielweise der Hochdruckreiniger mit großer Vorsicht anzuwenden und eignet sich nicht für jede Fassadenart. Welche Nachteile er außerdem mit sich bringt, können Sie hier nachlesen.

Als Alternative zum Hochdruckreiniger können Sie unter anderem eine Teleskoplanze verwenden. Durch eine Breitstrahldüse verringert sich der Druck, wodurch der Schmutz schonend abgetragen werden kann. Außerdem ermöglicht es Ihnen das Arbeiten in höheren Bereichen, da die Teleskoplanze auf bis zu 10 Meter hochgehalten werden kann.

Weitere Geräte, die Sie nutzen können, sind zum Beispiel ein Sandstrahler oder Trockeneisstrahler. Bei Ersterem sollten Sie sich vorher ebenfalls informieren. Zwar eignen sich Sandstrahler gut für weiches Gestein wie zum Beispiel Kunstharzputz, sie verursachen allerdings auch einen starken Abrieb der Fassade.

Trockeneisstrahler sind hingegen schonender und zudem umweltfreundlich, allerdings eine kostspieligere Variante. Pro Quadratmeter fallen hier Kosten zwischen 100 und 150€ an, während ein Sandstrahler ca. 15 bis 30€ pro Quadratmeter kostet.

3. Den richtigen Reiniger auswählen

Wenn es um die Wahl des Reinigers geht, ist es wichtig zu wissen, dass nicht jeder Reiniger für jede Fassade geeignet ist. Ein schonendes Mittel für eine Klinkerfassade kann schädlich für eine Putzfassade sein, oder andersherum. Daher muss der Reiniger auf die Art Ihrer Außenwand abgestimmt sein, um Schäden zu vermeiden.

Ein weiteres Kriterium ist der Grad der Verschmutzung. Eine leichte Beschichtung durch Feinstaub benötigt keine starken Reiniger, die beispielsweise einen hohen Chlorgehalt aufweisen. Etwas anders sieht es bei schweren Befällen durch Algen, Moos oder Pilze aus. Diese sind allein mit Wasser und einem schonenden Reiniger meist nicht zu beseitigen und es bedarf dem Einsatz von Chlor. Wie wir Ihnen im letzten Kapitel erklären werden, ist der Einsatz von chlorhaltigen Reinigern jedoch nur unter Einhaltung gewisser Maßnahmen erlaubt, damit weder Mensch noch Umwelt geschädigt werden.

4. Für nachhaltigen Langzeitschutz sorgen

Zu einer optimalen Fassadenreinigung gehört auch der Langzeitschutz Ihrer Fassade. Schließlich wollen Sie nicht schon nach ein bis zwei Jahren erneut den Schmutz Ihrer Außenwände abtragen müssen. Daher sollte die Fassade versiegelt werden. Mithilfe des Lotus-Effekts schützt die Versiegelung vor Nässe und Feuchtigkeit und verhindert, dass sich Schmutz und Algen nach kurzer Zeit wieder festsetzen.

Auch hier gibt es eine chemische und eine umweltfreundliche Variante. Da es für einen guten Langzeitschutz nicht zwangsweise Chlor benötigt, sollten Sie auf die chemische Variante verzichten, um so die Umwelt zu schonen. Auch wir nutzen im letzten Schritt unserer Fassadenreinigung eine ökologische Versiegelung. So stellen wir sicher, dass sowohl die Außenwände als auch die Umwelt geschützt werden.

5. Im Notfall auf professionelle Hilfe zurückgreifen

Fassadenreinigung Mehrfamilienhaus

Liegt ein Fall wie der oben genannte vor und Sie haben mit starken Verschmutzungen durch Algen oder anderen organische Substanzen zu kämpfen, bietet sich meistens eine professionelle Reinigung an. Oft ist es schwierig, diese vor allem nach ökologischen Vorschriften zu bekämpfen, da beim Einsatz von chemischen Reinigern besonders aufgepasst werden muss.

Wir bieten Ihnen daher eine schonende und umweltfreundliche Fassadenreinigung. Wie Sie in der Kategorie Fassadenreinigung auf unserer Website nachlesen können, wenden wir vier Schritte an, um ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen. Durch das Reinigen einer Probefläche können wir alle wichtigen Vorentscheidungen treffen, sodass Sie später mit Ihrer Fassade vollkommen zufrieden sind.

Umweltschutz auch bei einer Fassadenreinigung

Wie wir bereits zu Beginn dieses Artikels erwähnt haben, geht es bei einer Fassadenreinigung auch um Nachhaltigkeit. Ein Aspekt der Nachhaltigkeit ist bekannterweise das Schützen der Umwelt. Wenn eine Reinigung nicht ordnungsgemäß durchgeführt wird, kann die Umwelt stark beeinträchtigt werden. Dies gilt es jedoch auf jeden Fall zu vermeiden.

Ein wichtiger Punkt, den Sie beachten müssen, ist die oben genannte Wahl des Reinigers. In manchen Fällen ist der Einsatz von chlorhaltigen Reinigern unumgänglich. Achten Sie allerdings darauf, dass die Konzentration nicht zu hoch ist. Wir kommen ebenfalls nicht immer um den Einsatz von Chlor herum, nutzen jedoch eine sehr geringe Konzentration von 2%.

Hier muss das benutze Wasser dann aber aufgefangen werden und darf nicht im Boden versickern. Andernfalls würden die enthaltenen Schadstoffe in die Erde oder das Grundwasser gelangen und Schäden verursachen. Daher sollten Sie vor der Fassadenreinigung Wannen aufstellen oder Folien auslegen – keine Tücher, da diese die Schadstoffpartikel nicht aufnehmen.

Das aufgefangene Wasser muss dann gereinigt werden, bevor es dem Wasserkreislauf wieder zugeführt wird. Das Wasser kann beispielsweise mithilfe einer Aktivkohleanlage gereinigt werden. Auch wir nutzen eine Anlage, die mithilfe von Aktivkohle das Wasser von jeglichem Schmutz und Schadstoffen befreit. So kann das Wasser wieder in die Kanalisation geleitet und erneut verwendet werden.

In manchen Regionen, wie beispielsweise in Wasserschutzgebieten, muss gänzliche auf chlorhaltige Reiniger verzichtet werden. Wenn Sie in einem solchen Gebiet wohnen oder planen, eine Fassade in solch einem Gebiet zu reinigen, müssen Sie auf umweltfreundliche Mittel zurückgreifen. Alternativ lohnt sich auch hier eine professionelle Reinigung. Das erspart Ihnen den Aufwand, die Kosten und Zeit. Außerdem erhalten Sie ein zufriedenstellendes Ergebnis, das auf umweltfreundliche Weise erzielt wurde.

Fazit zur Fassadenreinigung

Eine regelmäßige Fassadenreinigung ist notwendig, um Ihre Immobilie von außen dauerhaft in gutem Zustand zu halten. Dieser Guide sollte Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Punkte verschaffen. Denn bei falscher Durchführung der Reinigung kann es zu schweren Schäden Ihrer Fassaden kommen.  

Es genügt daher nicht, schnell den Schmutz mit einem Hochdruckreiniger abzudampfen. Wenn Sie sich an die von uns vorgestellten Schritte halten, können Sie jedoch ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielen. 

Wie Sie feststellen konnten, ist eine gründliche Vorabinformation entscheidend. Wenn Sie Ihre Fassadenart kennen, auf mögliche Schäden überprüft und anhand dessen das passende Reinigungsmittel und Gerät ausgewählt haben, kann kaum noch etwas schieflaufen.  

Wichtig ist vor allem auch, dass Sie in jedem Schritt an die Umwelt und den langfristigen Schutz Ihrer Fassade denken und die notwendigen und möglichen Maßnahmen beachten. Ein entscheidender Punkt ist hier die Reinigung oder richtige Entsorgung des Schmutzwassers. Und wie Sie ebenfalls erfahren haben, können Sie jederzeit eine professionelle Reinigung beauftragen, falls Sie sich unsicher bei einer eigenhändigen Durchführung fühlen.