Was bedeutet nachhaltige Fassadenreinigung?
Nachhaltige Fassadenreinigung bedeutet, eine Fassade so zu reinigen, dass ihre Bausubstanz lange erhalten bleibt und dabei möglichst wenig Chemie, Wasser und Material in die Umwelt gelangt. Fassadenklar reinigt im Softwash-Verfahren ohne Hochdruck. Umweltfreundlich beim Abwasser: Das Reinigungswasser fangen wir auf und filtern es mit Aktivkohlefilter, bevor es entsorgt wird.
Fassadenklar ist ein Fachbetrieb für Fassadenreinigung aus Stuttgart und arbeitet bundesweit, auf Anfrage auch in Österreich. Beim Softwash-Verfahren löst ein auf den Untergrund abgestimmtes Reinigungsmittel den Belag, danach wird mit geringem Druck abgespült. Diese Seite zeigt, welche Mittel und Geräte eine Fassade schonen, warum Chlor in die Hand eines Fachbetriebs gehört und was mit dem Reinigungswasser passiert.
Nachhaltig bedeutet nicht nur ökologisch
Beim Wort nachhaltig denken viele Menschen an ökologisch oder umweltfreundlich. Der Begriff bedeutet jedoch auch, etwas langfristig zu erhalten. Das sollten Sie auch bei Ihren Fassaden beachten: Verschmutzungen werden so schonend entfernt, dass das Gebäude nicht beschädigt wird und lange intakt bleibt.
Wichtig ist deshalb, dass Sie sich über die Art der zu reinigenden Fassade Gedanken machen. Handelt es sich um Außenputz, eine Ziegelwand oder eine Holzfassade? Außerdem sollten Sie die Fassade vor der Reinigung auf Schäden überprüfen. Wasser und Reinigungsmittel, die in Risse und lose Stellen eindringen, verschlimmern diese und führen später zu ernsteren Problemen.
Die Ausrüstung sollte dann entsprechend der Art der Fassade ausgewählt werden. Ein Hochdruckreiniger ist für weiche Steine wie Marmor nicht geeignet und sollte auch nicht an Holzfassaden verwendet werden; auf Putz raut er die Oberfläche auf. Beim Sandstrahlen trägt das Strahlmittel immer auch etwas vom Untergrund ab. Trockeneisstrahlen kommt ohne Wasser und Reinigungsmittel aus, verlangt wegen Lärm und Kohlendioxid aber Schutzmaßnahmen. Fassadenklar bietet keines dieser Strahlverfahren an und setzt die Teleskoplanze ein: Sie spült mit geringem Druck und verschiedenen Düsen und schont so Putz und Dämmung.
Reinigen statt neu streichen
Am meisten Material spart eine Fassade, die nicht neu gestrichen werden muss. Ist der Anstrich intakt und nur verschmutzt, braucht eine Reinigung weder neue Farbe noch Grundierung. Ein Neuanstrich durch den Maler liegt laut kostencheck.de „im Bereich von 30 EUR pro m² bis 45 EUR pro m²“ (kostencheck.de, Fassade: Kosten, abgerufen am 02.10.2026), zuzüglich Gerüst. Hinzu kommt: Fassadenfarben und Putze können mit Bioziden gegen Algen ausgerüstet sein. Das Umweltbundesamt schreibt dazu: „Die Biozide werden mit dem Regen von der Fassade gewaschen und gelangen in Boden, Grundwasser und Oberflächengewässer, wo sie Lebewesen schädigen können.“ (Umweltbundesamt, „Strahlend saubere Hausfassaden ohne giftige Biozide“, abgerufen am 02.10.2026). Wann ein Anstrich trotzdem fällig ist, klärt unser Beitrag Fassade reinigen oder streichen.
Das richtige Reinigungsmittel für nachhaltige Reinigung
Um bei einer nachhaltigen Fassadenreinigung den ökologischen Aspekt nicht zu vergessen, überprüfen Sie zuerst den Verschmutzungsgrad Ihrer Fassade. Ist es lediglich Feinstaub, reichen oft klares Wasser oder ein milder Neutralreiniger. Gegen Algen, Pilze und Moos helfen Algenentferner. Das sind Biozidprodukte, die Sie laut den Biozid-Merkblättern des Umweltbundesamts für Fassaden (Stand 03/2023, abgerufen am 02.10.2026) an einer Zulassungs- oder Registrierungsnummer auf dem Etikett erkennen.
Bei solchen Mitteln gilt: so wenig wie möglich, so viel wie nötig. Über biozidhaltige Reiniger, Anstriche und Putze urteilt das Umweltbundesamt: „Diese können jedoch Mensch und Umwelt gefährden und wirken nur vorübergehend.“ Für frischen Bewuchs nennt es eine Alternative ohne Chemie: „Frischer Algen- und Pilzbewuchs lässt sich nass abwischen oder -bürsten.“ Überprüfen Sie vor der Nutzung immer, wogegen ein Mittel zugelassen ist und wie Reste zu entsorgen sind. Einen Überblick über alkalische Reiniger, Algenentferner, Chlor und Säuren gibt unser Beitrag über Fassadenreinigungsmittel.
Bei Fassadenklar kommt ein auf den Untergrund abgestimmtes Reinigungsmittel zum Einsatz. Wie es auf Ihrer Wand wirkt, sehen Sie auf einer kostenlosen Probefläche, bevor Sie sich entscheiden.
Reinigung mit aggressiven Haushaltsmitteln
Äußere Umwelteinflüsse hinterlassen mit der Zeit Schmutz auf jeder Fassade. Je nach Art der Verschmutzung kann der nötige Reinigungsprozess einigermaßen simpel oder aber mit einem hohen Aufwand verbunden sein. Feinstaub lässt sich meist schon mit klarem Wasser abspülen. Algen, Moos oder Pilze sitzen fester, und in diesen Fällen greifen viele Hausbesitzer zu haushaltsüblichem Chlorreiniger, weil der Belag damit schnell heller wird.
Soll man die Fassade mit Chlor reinigen?
Nicht in Eigenregie: Chlorhaltige Mittel auf Basis von Natriumhypochlorit wirken stark gegen Algen und Schimmel, verlangen aber Fachkenntnis, Schutzausrüstung und einen Plan für das ablaufende Wasser. Natriumhypochlorit, der Wirkstoff in Chlorbleiche, kann laut Umweltbundesamt (abgerufen am 02.10.2026) „in Verbindung mit sauren WC-Reinigern, giftiges Chlorgas bilden“. Außerdem können Hypochlorite „im Abwasser zur Bildung unerwünschter chlorierter Kohlenwasserstoffe beitragen“.
Wer haushaltsübliche Chlorbleiche selbst an die Hauswand sprüht, riskiert ausgeblichene Farbe und Bauteile und geschädigte Pflanzen. Mischen Sie sie nie mit Essig, Zitronensäure oder anderen sauren Mitteln, und tragen Sie Handschuhe und Schutzbrille. Chlorhaltige Mittel gehören in die Hand eines Fachbetriebs, der Pflanzen abdeckt und das Reinigungswasser auffängt und filtert.
Vorsicht bei Haustürangeboten: Die Polizei Bielefeld meldete im April 2025 (abgerufen am 02.10.2026) einen Mann, der eine Fassade besprühte, obwohl der Hausbesitzer abgelehnt hatte. Der Bielefelder „nahm einen starken Geruch von Chlor wahr“, das Mittel lief auf eine Wallbox: „Dort hinterließ die Substanz ausgeblichene Stellen.“ Über dieselbe Masche in Österreich berichtete salzburg24.at am 09.03.2026 (abgerufen am 02.10.2026): „Um ein schnelles Ergebnis vorzutäuschen, setzen die Betrüger massiv Chlor ein.“ Wie solche Haustürgeschäfte ablaufen, zeigt unser Beitrag zur Betrugsmasche bei der Fassadenreinigung.
Ob Chlor an der Fassade überhaupt zulässig ist und was das Wasserhaushaltsgesetz dazu sagt, beantworten wir ausführlich unter Fassadenreinigung mit Chlor: erlaubt oder nicht? Hier geht es nur um die Frage, ob Sie es tun sollten.
Gefahren bei der Nutzung der aggressiven Haushaltsmittel
Aggressive Reinigungsmittel eignen sich vor allem für hartnäckige Verschmutzungen, weil sie schnelle Ergebnisse liefern. Mit ihnen geht aber eine Gefährdung von Mensch, Umwelt und auch der Fassade selbst einher. Wie groß sie ist, hängt von der Dosierung sowie der Dauer und Häufigkeit der Anwendung ab.
1. Schäden an Ihrer Fassade
Bei einem regelmäßigen Gebrauch bei hoher Dosierung kann es zu Schäden an Ihren Fassaden kommen. Beispielsweise ist es möglich, dass durch die häufige Anwendung die Oberfläche beschädigt wird. Dadurch entstehen kleinere Risse, die es ermöglichen, dass Feuchtigkeit in die Wand eindringt, was die Bildung von Schimmel und Moos begünstigt.
Des Weiteren ist zu beachten, dass aggressive Mittel nicht für jede Fassadenart verwendet werden dürfen. Säuren werden Reinigern laut Umweltbundesamt beigefügt, um kalkhaltige Verschmutzungen zu beseitigen; genau deshalb greifen sie auch Kalk- und Kalkzementputz an. Bei säureempfindlichen Natursteinen wie Marmor, Dolomit oder Travertin ist es wichtig, auf solche Mittel zu verzichten. Starke Laugen lösen Aluminium und greifen Holz an; Säuren lösen den Kalk in Klinkerfugen.
2. Gefährdung der Umwelt
Bei der Reinigung mit aggressiven Haushaltsmitteln kann es vor allem zu einer Beeinträchtigung der Umwelt kommen. Grundsätzlich handelt es sich um stark reaktionsfähige und wasserlösliche Chemikalien, die mit dem ablaufenden Wasser abfließen. Die Berliner Wasserbetriebe (abgerufen am 02.10.2026) schreiben, Wasser aus der Fassadenreinigung könne „mit Putzteilen, Farbresten, Schwermetallen, Chemikalien, Säuren oder Laugen belastet sein“, und weiter: „Diese Stoffe gehören nicht in die Kanalisation. Sie sind gesundheits- und umweltgefährdend.“ Gelangen sie in Boden oder Gewässer, sind vor allem Wasser- und Bodenlebewesen gefährdet, aber auch umliegende Pflanzen. Da für die Reinigung einer Fassade in der Regel reichlich Wasser benötigt wird, darf diese Gefahr nicht unterschätzt werden.
3. Gefährdung der Gesundheit
Auch für Sie selbst kann die Nutzung der aggressiven Haushaltsmittel unter Umständen schädlich sein. Reiniger auf Basis starker Laugen sind laut Umweltbundesamt ätzend, Chlorreiniger können mit Säuren giftiges Gas bilden, und zu Bioziden an Fassaden schreibt das Amt: „Mögliche negative Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit können nicht ausgeschlossen werden, so dass ein direkter Kontakt vorsorglich vermieden werden sollte.“ Tragen Sie deshalb Handschuhe und Schutzbrille, vermeiden Sie Sprühnebel und arbeiten Sie vom Boden aus statt von der Leiter.
Wie Sie der Gefahr vorbeugen können
Grundsätzlich sollte auf aggressive Fassadenreiniger verzichtet werden, wo Wasser und Bürste genügen. Die Biozid-Merkblätter des Umweltbundesamts nennen mechanische und physikalische Methoden wie Abwaschen und Abbürsten als bevorzugten Weg, Algen- und Pilzbefall vor einem Neuanstrich zu entfernen. Halten Sie ein Mittel für unvermeidbar, beachten Sie Dosierung und Hinweise auf Etikett und Sicherheitsdatenblatt, decken Sie Pflanzen und Boden ab und lassen Sie keine Reste in Gewässer oder Kanalisation gelangen.
Das Wasser auffangen und filtern
Während der Reinigung gelangen unterschiedliche Stoffe ins Schmutzwasser, sei es durch ein Reinigungsmittel, das separat hinzugefügt wird, oder durch die Verschmutzungen, die an der Fassade haften. Rechtlich ist es Abwasser: Das Wasserhaushaltsgesetz definiert es als „das durch häuslichen, gewerblichen, landwirtschaftlichen oder sonstigen Gebrauch in seinen Eigenschaften veränderte Wasser“ (§ 54 WHG, abgerufen am 02.10.2026). Wohin es eingeleitet werden darf, regelt die Entwässerungssatzung der Gemeinde, oft nur mit Genehmigung; Beet, Rasen und Regenwasser-Gully sind in der Regel tabu. Die Einzelheiten stehen in unserem Beitrag zur Abwasserentsorgung bei der Fassadenreinigung.
Für eine nachhaltige Fassadenreinigung sollten Sie sich vorher informieren, welche Schadstoffe in Ihrer Region gesondert entsorgt werden müssen und auf keinen Fall in den Boden oder das Grundwasser gelangen dürfen. Wo ein Reinigungsmittel nötig ist, muss das Wasser während der Arbeit abgefangen werden. Das gelingt beispielsweise durch das Auslegen einer Folie oder das Aufstellen einer Wanne. Bitte beachten Sie jedoch, dass Stofftücher oder Ähnliches allein nicht ausreichend sind, da diese nur Feststoffpartikel auffangen. Wird gesandstrahlt, muss auch das Strahlmittel aufgefangen und gesondert entsorgt werden.
Bei unseren Einsätzen fangen wir das Reinigungswasser auf und filtern es mit Aktivkohlefilter, bevor es entsorgt wird. Aktivkohle eignet sich besonders gut zum Filtern des Wassers, da unterschiedliche Schadstoffe oder organische Verbindungen an ihrer porösen Oberfläche haften bleiben und so dem Wasser entnommen werden.

Langfristiger Schutz nach der Reinigung
Ist die Fassade vom Schmutz befreit, entscheidet die Feuchte darüber, wie schnell Algen zurückkehren. Am wirksamsten ist baulicher Schutz. Laut Umweltbundesamt gilt: „Dauerhafte Lösungen ohne Biozideinsatz sind etwa große Dachüberstände und Tropfkanten, die die Fassade trocken halten.“ Dazu kommen freie Regenrinnen, zurückgeschnittene Büsche und eine regelmäßige Kontrolle der Fassade.
Fassadenklar schließt die Reinigung mit Desinfektion und Imprägnierung ab, beides ohne Aufpreis. Die Imprägnierung macht die Oberfläche wasserabweisend, sodass sie nach Regen schneller abtrocknet. Für den Schutz nach der Reinigung gibt Fassadenklar eine Garantie von bis zu 5 Jahren. Der Mindestauftrag liegt bei 1.904 € inkl. MwSt. (1.600 € netto), ein Einfamilienhaus mit rund 150 m² Fassadenfläche kostet ab 2.856 € inkl. MwSt. (2.400 € netto); alle Preise stehen in der Kostenübersicht.
Nachhaltige Reinigung: Fazit
Eine nachhaltige Fassadenreinigung schont zuerst die Fassade: das passende Gerät für das Material, kein Hochdruck auf Putz und ein Reinigungsmittel nur dort, wo Wasser und Bürste nicht reichen. Chlorhaltige Mittel gehören in die Hand eines Fachbetriebs, das Reinigungswasser wird aufgefangen statt in den Gully gespült, und eine intakte Fassade wird gereinigt statt neu gestrichen.
Wenn Sie hartnäckige Verschmutzungen an Ihrer Fassade haben, aber ohne chemische Mittel nicht weiterkommen, beauftragen Sie am besten einen Fachbetrieb, der das Reinigungswasser auffängt und das Mittel auf den Untergrund abstimmt. Wie Ihre Wand danach aussieht, zeigt Ihnen Fassadenklar vorab auf einer kostenlosen Probefläche.


